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Schwimmen

Rozenberg WM-Elfter - Steffen setzt Karriere fort

Rom Deutschlands Schwimmer haben große Pläne. Doppel-Olympiasiegerin Britta Steffen hat noch vor ihrem ersten Auftritt bei den WM klar gemacht, dass sie ihre Karriere auch fortsetzen wird, falls sie ihre Titel-Sammlung in Rom mit dem ersehnten WM-Gold komplettieren sollte.

«Es gibt immer wieder neue Motivation», sagte die 25 Jahre alte Berlinerin der dpa. Olympia London 2012 ist ihr nächstes Ziel. Am 18. Juli kämpft Steffen zusammen mit Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble für Hamburg um die WM 2013. Eine Weltmeisterschaft im eigenen Land als Schlusspunkt einer großen Karriere?

Wasserspringer Pavlo Rozenberg (Aachen) musste sich zum WM-Auftakt nach verheißungsvollem Einzug in das Finale mit Platz elf vom Ein-Meter-Brett begnügen. Die Nerven spielten nicht mit. «Nach dem Vorkampf bin ich natürlich schwer enttäuscht», sagte Rozenberg, «ich habe mich im Finale nicht sehr wohl gefühlt, einen Teil davon kann ich auf die Hitze schieben». Den ersten WM-Titel von Rom sicherte sich der Chinese Qin Kai. Nora Subschinski (Berlin) und Christin Steuer (Riesa) stehen im Halbfinale vom Turm.

Der sechsmalige Langstrecken-Weltmeister Thomas Lurz soll das deutsche Team am 19. Juli in die Titel-Spur bringen. Für Verunsicherung sorgten allerdings noch Experimente mit den neuen Anzügen. Für die Beckenschwimmer wurden rund 100 High-Tech-Produkte im Wert von 40 000 Euro durch den Weltverband FINA abgenommen.

Britta Steffen machte indes deutlich , dass sie auf alle Fälle weitermacht. Rom soll nur Zwischenstation zu den nächsten Olympischen Spielen sein. «London 2012 klingt für mich reizvoll, weil meine Eltern versprochen haben, dort zuzuschauen, wenn ich starten sollte. Meine Eltern waren noch nie auf einem internationalen Wettkampf. Dafür lohnt es sich doch», sagte Steffen. In Rom will sie aber erst einmal ihre Titel-Sammlung perfekt machen. Mit Weltrekord ist sie bei den deutschen Meisterschaften in die Favoritenrolle über 100 Meter Freistil geschwommen.

Thomas Lurz demonstriert Selbstbewusstsein. «Natürlich will ich wieder gewinnen», sagte der Würzburger vor der ersten Entscheidung über 5 Kilometer. Nach bislang sechs WM-Titeln kann ihm niemand Angst einjagen. Der 29 Jahre alte Sozialpädagoge weiß aber auch: «Ein Abonnement auf den WM-Titel habe ich natürlich nicht.» Der Druck auf das deutsche Team ist groß. Sieben Langstreckler sollen nach der Zielvereinbarung des Deutschen Schwimm-Verbandes mit dem Deutschen Olympischen Sportbund vier Medaillen an Land ziehen. In Sevilla gab es im vergangenen Jahr einmal Gold und einmal Bronze. Für die mehrfache Weltmeisterin Britta Kamrau-Corestein (Rostock) werden die 5 Kilometer zur internen Ausscheidung für die 25 Kilometer. Sie will den gesetzten Angela Maurer (Mainz) und Stefanie Biller (Nördlingen) noch den Startplatz abjagen.

Die Stunde der Wahrheit schlägt am 18. Juli für die Sportstadt Hamburg. Nach Berlin 1978 sollen zum zweiten Mal Welttitelkämpfe nach Deutschland geholt werden. In Moskau und Dubai hat die Hansestadt finanziell potente Konkurrenten. Nach Senats- Angaben hat die Bewerbung bisher 1,09 Millionen Euro gekostet. Bei einem Zuschlag würde die Stadt 23,5 Millionen der Gesamtkosten von etwa 45 Millionen Euro tragen.

dpa-infocom


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