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Golf

British Open: Aus für Woods - Kaymer schafft Cut

Turnberry Aus für Superstar Tiger Woods, Martin Kaymer in Lauerstellung und Grand Seigneur Tom Watson im dritten Frühling seiner Golf-Karriere.

Der «Monsterkurs von Turnberry» an der schottischen Westküste hat in der zweiten Runde der 138. British Open sein wahres Gesicht gezeigt. Der steile Absturz von Branchenriese Woods hatte sich mit einer Serie von acht Schlagverlusten vom 8. bis zum 12. Grün zur 74 angekündigt.

«Ich habe zu viele schlechte Golfschläge gemacht. Wenn man so viele Fehler macht wie ich, kann man kein gutes Ergebnis bekommen. Ich fahre jetzt ins Quartier und werde meinen Hunger stillen», sagte der völlig frustrierte Woods nach 145 Schlägen. Nur ein kleines Wunder hätte den besten Golfer der Welt noch retten können, der seit seinem 12. Rang bei der British Open 2007 in Carnoustie bei jedem seiner 20 Zählspiel-Starts immer unter den Top Ten landete. Die Doppelbogeys an der 10 und 13 waren der Tiefpunkt des drohenden Desasters im 49. Major seiner Karriere. Das erste Mal hatte Woods die Halbzeit-Qualifikation bei den US Open 2006 verpasst, als sein Vater zwei Monate zuvor gestorben war.

Das Turnier der Kapriolen und Favoritenstürze ist damit um sein größtes Zugpferd ärmer. Als aber der 59 Jahre alte Watson mit einem unglaublichen 20-Meter-Putt am 18. Grün zum Birdie einlochte und im Zwischenklassement im dritten Major des Jahres mit 135 Schlägen zum führenden Außenseiter Steve Marino aufschloss, standen 50 000 Zuschauer Kopf. «Ich habe schon gestern gesagt, da ist etwas Spirituelles in mir», sagte der Senior, der vor 32 Jahren in Turnberry schon gesiegt hatte. In dem hohen Alter hat zudem noch nie ein Profi ein Major angeführt oder gewonnen.

Dagegen hatte der Weltranglisten-Elfte Kaymer zum ersten Mal nach den Fehlschlägen beim US-Masters und den US Open wieder den Cut der 70 Besten bei einem Grand Slam geschafft. Von den guten Wetterbedingungen noch profitierend, schob sich der 24-Jährige mit 139 Schlägen unter die Top 15 in gewünschte Position. «Ich bin nicht hergekommen, um nur den Cut zu schaffen. Ein Platz unter den ersten Zwanzig soll es schon sein», meinte der Rheinländer nach seiner stürmischen 70er Runde auf dem Par-70-Kurs. Der Abstand zu dem am frühen Abend allein führenden Steve Marino (135/USA) war für den mit zwei Europatour-Siegen in Serie nach Schottland gereisten Kaymer auf vier Schläge geschrumpft.

Der 49 Jahre alte Mark Calcaveccia (136) verbesserte sich auf Platz 3. Aber der stramme Wind blies immer kräftiger und brachte die Mitfavoriten aus dem Konzept. Allen voran die Vortagsführenden Kenchi Kuboya (137) und Miguel Angel Jiménez (137). Das Duo büßte im Kampf um die silberne Trophäe «Claret Jug» an Boden ein und teilte sich Rang vier mit Vijay Singh (Fidschi) und Retief Goosen (Südafrika). Dagegen mussten die ehemaligen British-Open-Sieger oder Major- Titelträger wie Todd Hamilton (2204) oder Ben Curtis (2003) schon die Segel streichen. Titelverteidiger Padraig Harrington (144/Irland) profitierte von den schwachen Resultaten des Nachmittags und rettete sich in den Cut.

«Das ist schon eine große Genugtuung , bis zum Schluss mit dabei zu sein. Ich habe bei allen für mich so wichtigen Turnieren wie auch zuletzt bei der BMW in München aussteigen müssen. Wenn ich nicht so hervorragend wie seit langem nicht mehr geputtet hätte, wäre es knapp geworden», beschrieb Kaymer seinen Fehlstart. Drei Bogeys auf den ersten acht Löchern waren eine schwere Hypothek. Aber drei Birdies auf den letzten sieben Löchern zeigten, wie viel er aus Fehlern nach fünfwöchigem Turnierstress gelernt hat. «So eine Runde braucht man, auch wenn ich unterwegs Bedenken bekam. Aber von sechs Putts sind zwei zum Par und zwei zum Birdie gefallen.»

dpa-infocom


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