Razzia bei Journalist: Auswertung gestoppt
Koblenz Die Staatsanwaltschaft Koblenz darf die bei einer Razzia sichergestellten Nürburgring-Unterlagen eines Journalisten vorerst nicht weiter auswerten. Das geht aus einem Beschluss des Landgerichts Koblenz vom 17. Juli hervor, der dem Journalisten-Interessenverband netzwerk recherche und der Deutschen Presse-Agentur dpa vorliegt. Der Journalist in der Eifel, bei dem es im Rahmen der Nürburgring-Affäre zu einer Hausdurchsuchung gekommen war, hatte sich an die Justiz gewandt.
Seine Beschwerde gegen die «weitere Vollziehung der Durchsuchungsanordnung» sei «zulässig und begründet», befand das Landgericht. Im Zuge der Sicherstellung von Nürburgring-Dokumenten bei dem Mann hatte die Staatsanwaltschaft ihn des Verrats von Geschäftsgeheimnissen verdächtigt. Die Privatfinanzierung des neuen Freizeitparks an der Rennstrecke Nürburgring in der Eifel war kürzlich spektakulär gescheitert.
dpa-infocom
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