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Wein-Presse (4): Frischer Trendsetter zwischen Sekt und Wein!

Paris Hilton genießt ihn aus der Aludose. Auf Sommerpartys wird er eiskalt mit frischen Erdbeeren genossen, und auch der Weinkenner findet seine Freude an dem unkomplizierten Wein. Immer mehr Menschen mögen Perlwein.

Deutscher Perlwein kam erstmals in den 50er-Jahren auf dem Markt. Der bekannteste aus jener Zeit ist wohl der Kellergeister, eine Marke, die damals so berühmt war wie Coca Cola. Anfang der 90er-Jahre schwappte dann die Prosecco-Welle über deutsche Szenelokale. Diesen Trend zum leicht moussierenden Wein haben vor etwa zehn Jahren deutsche Kellereien und Winzer aufgenommen und gewinnen immer mehr die Gunst der Konsumenten. Heute heißt deutscher Perlwein modisch "Secco" - abgeleitet von der italienischen Edeltraube Prosecco und dem gleichnamigen Wein.

Hinter dem Begriff Secco verbirgt sich ein Wein, der mit eigener oder mit fremder (technischer) Kohlensäure versetzt oder - schöner ausgedrückt - "verperlt" wird. Bevorzugte Rebsorten sind Riesling, Weißburgunder und Kerner. Eine Vermählung von Weinen verschiedener Rebsorten ist beim Perlwein grundsätzlich möglich. Um sich vom Sekt abzugrenzen, darf der Kohlensäuredruck bei 20 Grad Celsius 2,5 bar nicht überschreiten.

Ein Secco prickelt angenehm auf der Zunge, ist oft sehr fruchtbetont, schwungvoll und frisch. Sein Alkoholgehalt liegt meist unter dem des Sekts, deshalb gönnt man sich gern ein zweites Glas. Ich empfehle, einen Secco gut gekühlt zu genießen. 6°C bis 8° C sind optimal.

Als Alternative zum deutschen Secco bietet sich der Prosecco frizzante an. Der perlende Wein aus dem nördlichen Italien erfreut sich weltweit großer Beliebtheit. Die besten Prosecci kommen aus der Provinz Treviso in Venetien. Der Wein genießt "DOC"-Status und wird von 15 Gemeinden mit 3600 Hektar Weinbergen hergestellt und vermarktet. Top-Erzeugnisse kommen aus den Gemeinden Conegliano und Valdobbiadene.

Prosecco ist ein aromatischer und bukettreicher Wein. Seine Aromen können an reife Birnen und Äpfel erinnern. Typisch sind auch Düfte nach Bananen, Akazienblüten und Passionsfrüchten. Die Weinsäure übernimmt beim Aromenspiel und beim Nachhall eine bedeutende Rolle.

Aber wieder zurück in die Heimat , denn ich möchte Ihnen einen Secco aus der Region vorstellen: Das Koblenzer Weingut Antoniushof in Moselweiß hat dieses Jahr erstmalig einen "Secco di Antonio" im Angebot.

RZO