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Wein-Presse (5): Zurück zur Bowle!

Wussten Sie, dass eine der bekanntesten Bowlen ihren Ursprung in Koblenz hat? Der Legende nach soll der Erzbischof und Kurfürst von Trier, Clemens Wenzelslaus, die "kalte Ente" erfunden haben. Nach einem üppigen Festmahl im Koblenzer Schloss kam Wenzelslaus die Idee, statt heißem Mocca ein "kaltes Ende" zu servieren.

Er befahl seinen Dienern, je eine Flasche Mosel- und Rheinwein sowie eine Flasche Champagner zusammenzugießen und mit Zitrone und Zitronenmelisse zu würzen. Aus dem "kalten Ende" wurde die "kalte Ente" abgeleitet.

Die Bowle ist wieder in Mode gekommen! Heute treffen Sie das Mixgetränk aus Wein, Sekt, Mineralwasser, Früchten oder Kräutern immer häufiger auf Sommerpartys und Grillabenden an. Der unkomplizierte, feinfruchtige und moussierende Geschmack sowie das Naschen der eingelegten Früchte machen die Bowle so attraktiv.

Folgende Regeln sollten Sie beim Herstellen einer Bowle beachten: Nehmen Sie nur Ihnen bekannte und gut gekühlte Weine. Die frischen Früchte sollten unbehandelt, entsteint und in einwandfreiem Zustand sein. Gießen Sie kohlensäurehaltige Getränke erst kurz vor dem Genuss ein. Und noch ein Tipp: Verwenden Sie möglichst keine Eiswürfel, sonst verwässert Ihr Getränk. Stellen Sie Ihr Bowlengefäß besser in einem improvisierten Eiswürfelkühler ab.

Für eine "kalte Ente" benötigen Sie zwei Zitronen, je eine Flasche trockenen Riesling von der Mosel und vom Mittelrhein, eine Flasche Winzersekt und 50 Gramm Zucker. Stellen Sie den Sekt und den Wein kalt. Waschen sie die Zitronen heiß ab, und schälen Sie die Schale spiralförmig ab. Achten Sie darauf, dass an der Schale nichts Weißes mehr hängt, sonst kann die Bowle bitter werden. Pressen Sie die Zitronen aus und mischen sie den Zitronensaft und die Schale mit dem Weißwein und dem Zucker. Stellen Sie das Ganze zugedeckt kalt. Gießen Sie die Bowle erst kurz vor dem Servieren mit dem eiskalten Sekt auf.

Geschmacklich interessant sind auch alkoholfreie Bowlen. Sie sind wegen des Vi-tamin- und Mineralstoffgehaltes sehr gesund und eignen sich für die ganze Familie. Zum Beispiel Melonenbowle: Dazu brauchen Sie eine kleine Honigmelone, 50 Gramm kandierten Ingwer, Saft von zwei Zitronen, einen Liter Mineralwasser, einige Pfefferminzblätter und einen großen Löffel Honig. Das Fruchtfleisch in Würfel schneiden, den Ingwer möglichst klein schneiden, beides mit Mineralwasser zwei Stunden ziehen lassen. Vor dem Servieren Zitronensaft, Minze und Honig zugeben und umrühren.

RZO