pic Zählpixel
kalaydo leftkalaydo logo
RZ-Blog  |  Twitter  Mobil&RSS  |  Kontakt
suchen im
Lexikon
RZ-Online-Archiv
Zeitungs-Archiv
Internet
< Schnell-Navigation >
KinoWelt VideoWelt FotoWelt MeineWelt
Bauen & Wohnen     » News     » Mietrecht     » Haushalts-Tipps

Richtig rausgeputzt: Welche Reiniger im Bad wirken

Berlin Im eigenen Bad werden Schmutz und Unordnung nicht nur von Putzteufeln als störend empfunden.

Schnelle Abhilfe versprechen zahlreiche Spezialreiniger für das Bad.

Glaubt man den Werbeaussagen , rücken diese dicken Kalkbelägen, Schimmel oder Rostflecken nur durch Aufsprühen und Abspülen zu Leibe. Ohne viel Zeit und Kraft sei alles in Windeseile wieder gepflegt. Nicht jeder Badreiniger ist jedoch für alle Materialien im Bad geeignet.

«Säurehaltige Kraftprotze zum Beispiel schädigen Marmor», warnt Brigitte Kluth-Kosnik von der Stiftung Warentest in Berlin. Scheuermilch könne empfindliche Oberflächen zerkratzen. Vor dem Gebrauch von Reinigern sollte deshalb immer zuerst die Produktinformation auf der Packung genau gelesen werden. Im Zweifelsfall könne der Reiniger erst an einer verdeckten Stelle ausprobiert werden.

Das Putzen im Bad vereinfachen sollen veredelte Oberflächen an Armaturen, Bade- und Duschwannen, WC-Becken, Duschabtrennungen oder Fliesen. «Schmutzabweisende Sanitärkeramik hat eine extrem glatte Oberfläche», sagt Jens Wischmann, Geschäftsführer der Vereinigung Deutsche Sanitärwirtschaft (VDS) in Bonn. Schmutzpartikel oder Kalk fänden dadurch kaum Halt. Das Wasser perle zusammen mit den gelösten Rückständen ab.

Um veredelten Oberflächen nicht zu schaden, sollten nach VDS-Angaben für WC und Bidet saure Sanitärreiniger verwendet werden. Für alle übrigen Keramik-Elemente im Bad reiche ein ganz normaler Allzweckreiniger. Desinfektionsmittel seien in der Regel überflüssig. Scheuermittel und Kalkreiniger schadeten der Beschichtung.

«Säureempfindlich sind auch die Zementfugen von Fliesen», sagt Michael Pommer, Trainer bei der DIY-Academy in Köln. Deshalb sollte man bei Reinigern, die Säure enthalten, vorsichtig sein. Denn bei häufiger Anwendung bestehe die Gefahr, dass die Fugen auf Dauer ausgewaschen werden. Auf solchen aufgerauten Oberflächen setze sich Schmutz noch leichter ab, erläutert der Experte.

Gute Reinigungsergebnisse lassen sich bei geringer Verschmutzung der Fugen mit einer alten Zahnbürste und einem üblichen Haushaltsreiniger oder milder Seifenlauge erzielen, rät die Stiftung Warentest. Anschließend sollten die Fliesen mit kaltem Wasser abgewaschen und mit einem trockenen, fusselfreien Lappen abgewischt werden. Auch Backpulver reinigt nach Angaben von Pommer verschmutzte Fliesenfugen.

Schwarze Fliesenfugen sind nicht nur ein optisches Problem. Oft handelt es sich um einen Befall mit Schimmelpilzen, der die Gesundheit gefährden kann. «Mit Schimmel befallene Fugen im Bad sollten gründlich gereinigt und mit einem Schimmelentfernungsmittel eingesprüht werden», rät Kluth-Kosnik. Bei starkem Befall könne auch 80-prozentiger Alkohol verwendet werden, um den Schimmel und seine Sporen zu beseitigen.

Ein großes Problem sind Kalkablagerungen im Bad. Glastüren von Duschabtrennungen werden hierdurch mit der Zeit milchig-trüb. Diese Kalkreste lassen sich leicht entfernen, wenn sie mit einer aufgeschnittenen Zitrone abgewischt werden, rät Pommer. Alternativ lassen sich die Türen auch mit einem Mittel für Ceranfelder abreiben. Dies habe den Vorteil, dass das Wasser anschließend besser abperle.

Am besten aber werden Kalkablagerungen von vornherein vermieden. «Wer Badewanne, Dusche, Waschbecken und Armaturen gleich nach dem Benutzen trocken wischt, zum Beispiel mit Abzieher und Mikrofasertuch, verhindert Kalkablagerungen», erklärt Kluth-Kosnik. Trotz guter Vorsätze lasse sich dies in Familien oft nicht immer durchsetzen.

«Bedenkenlos geputzt werden können Armaturen mit Spülmittel», rät Wischmann. Wenn danach hartnäckige Kalkflecken bleiben, können ausgedrückte Zitronen als altes Hausmittel verwendet werden. Zitronensäure schade der Beschichtung nicht - anders als Reiniger, die Salz-, Ameisen- sowie Essigsäure oder Chlorbleichlauge enthielten. Chemische Abflussreiniger nur im Notfall einsetzen Bei verstopften Waschbecken, Dusch- oder Badewannen sollten chemische Abflussreiniger nur im Notfall eingesetzt werden, warnt die Stiftung Warentest. Einerseits belasteten sie die Umwelt, andererseits bestehe durch chemische Reaktionen Überhitzungsgefahr in den Rohren. Auf diese Weise könnten sich Kunststoffteile des Siphons verformen. Unter Umständen bildeten sich in Abflussleitungen auch brennbare Gase, die sogar zu Explosionen führen könnten. Umweltfreundlicher lasse sich eine Rohrverstopfung mit einer Saugglocke oder durch Säubern des Siphons beheben. Von Stephanie Hoenig, dpa

dpa-infocom


Sie benötigen Flash Player 9, um den RZ-Video-Player ansehen zu können.
Regioticker
Eventkalender
rz lexikon
Energiesparen