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Klimaanlage im Bett: Decken für heiße Sommertage

Regensburg Heiße Nächte können anstrengend sein. Denn im Sommer werden dicke, kuschelige Bettdecken manchmal zum Alptraum.

Der Körper unter der Decke schwitzt und gibt viel Feuchtigkeit ab. Als Folge wälzen sich viele Schläfer dann unruhig in ihren Betten.

Sie schlafen schlecht ein , wachen mitten in der Nacht schweißgebadet auf und fühlen sich am nächsten Morgen wie gerädert. «Um gut zu schlafen brauchen Menschen eine Bettdecke, die weder zu warm noch zu kühl ist», sagt Prof. Jürgen Zulley, Schlafforscher am Universitätsklinikum Regensburg. Verschiedene Oberbetten für den Sommer und Winter seien daher sinnvoll.

Neben Decken für Sommer und Winter bietet der Handel sogenannte «Vier-Jahreszeiten-Decken» an. «Diese Decken bestehen aus einer dünnen Decke für den Sommer und einer etwas dickeren Übergangsdecke für das Frühjahr und den Herbst», erklärt Florian Heidinger, Geschäftsführer des Ergonomie Instituts München. Im Winter würden diese beiden Decken zusammengeknöpft. Dadurch entstehe ein warmes Winterbett.

Egal ob für den Sommer oder Winter: «Bettdecken sind die Klimaanlage fürs Bett», sagt Heidinger. Sie sollten ein Mikroklima schaffen, in dem der Schlafende eine gleichmäßige Körpertemperatur behält. Besondere Bedeutung habe dabei eine möglichst hohe Feuchtigkeitsableitung.

Der Mensch gibt beim Schlafen Wärme und Feuchtigkeit ab - pro Nacht bis zu einem halben Liter, erläutert Zulley. Die Luft wird dadurch unter der Bettdecke schnell zu feucht und zu warm. Diese Feuchtigkeit müsse abgeführt werden. 80 Prozent leiste die Oberdecke, 20 Prozent nehme die Matratze auf.

«Die ideale Bettdecke für jedermann gibt es nicht», sagt Brigitte Kluth-Kosnik von der Stiftung Warentest in Berlin. Wichtig sei, dass das Oberbett an den individuellen Wärmetyp des Schläfers angepasst ist: «Wer mehr schwitzt, braucht eine Decke, die die Feuchtigkeit besser nach außen transportiert.» In der Regel sei es so, dass etwas schwerere Menschen eine weniger warme Decke brauchen als Leichtgewichte, die eher zum Frieren neigen. Partner müssten nicht unbedingt die gleiche Zudecke haben.

«Für die Füllung der Bettdecke hat jeder seine eigenen Vorlieben», so Kluth-Kosnik. Die Messergebnisse sprächen aber eher für eine Füllung aus Daunen. In früheren Tests der Stiftung Warentest hätten mit einer Ausnahme alle Daunendecken besser abgeschnitten als die fasergefüllten Synthetiks. Daunen und Federn seien bei gleicher Wärmeisolierung meist auch leichter als Faserfüllungen.

«Ob eine Bettdecke aus Federn , Daunen oder anderen Materialien besteht, ist zweitrangig», sagt dagegen Heidinger. Wie Kleidung könne auch die Bettdecke unterschiedlich gefertigt sein. Die Bettdecke sollte nur eine gleichmäßige Körpertemperatur ermöglichen.

Um gut schlafen zu können, muss die Bettdecke auch lang genug sein, damit der ganze Körper eingehüllt wird. Menschen mit einer Länge von bis zu 1,80 Metern sind mit der Normalgröße von 1,35 mal 2 Metern nach Angaben von Stiftung Warentest gut bedient. Wer größer ist, sollte die sogenannte Komfortgröße kaufen: 1,55 mal 2,20 Meter - damit auch die Füße gut bedeckt sind. Tipps für einen gesunden Schlaf Für eine erholsame Nacht ist nicht nur die Bettdecke wichtig. Laut der Aktion Gesunder Rücken im niedersächsischen Selsingen sollten auch folgende Tipps beachtet werden:

- Nicht mit vollem Magen schlafen gehen, sonst ist der Körper zu sehr mit der Verdauung beschäftigt.

- Anregende Genussmittel wie Kaffee, schwarzen Tee, Alkohol und Zigaretten am Abend meiden.

- Auf das Raumklima achten: Die Temperatur sollte zwischen 16 und 18 Grad Celsius liegen, die Luftfeuchtigkeit bei 50 Prozent, morgens und abends stoßlüften.

- Sport regt den Kreislauf an und macht munter - das ist vor dem Schlafen nicht sinnvoll.

- Möglichst zu festen Zeiten schlafengehen und aufstehen - so entwickelt der Körper eine innere Schlaf-Uhr.

- Im Bett nicht fernsehen oder Probleme wälzen, der Körper sollte das Bett ausschließlich mit Schlafen in Verbindung bringen. Von Stephanie Hoenig, dpa

dpa-infocom


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