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Stufe für Stufe ins Grün: Treppen für den Garten

Bonn An vorderster Stelle steht die Funktion, wenn es um die Treppen im Garten geht. Höhen überwinden ist ihre Aufgabe.

Wer sie betritt, sollte bequem, ohne Stolpern oder große Achtsamkeit auf tiefere oder höhere Ebenen gelangen.

Aber Treppen sind auch architektonische Elemente. Je nach Gestaltung können sie in den Vordergrund rücken, den Garten prägen und schmücken oder sich unterordnen.

Treppen mit solidem Unterbau kosten Geld. Wer frisch gebaut hat und kaum noch Mittel für den Garten erübrigen kann, neigt dazu, Treppen als Notlösung anzulegen. Irgendwie muss die Höhe überwunden werden. Oft bleibt es dann dabei. Aber ohne den nötigen Unterbau sacken Steinen und Platten ab, werden uneben und damit zur täglichen Balancepartie. Daher brauchen Treppen Sorgfalt in Planung und Anlage.

Vielleicht macht dabei ein kurzer Blick auf die Gartenkünstler des Barock und Rokoko Mut. Sie liebten das Spiel mit der Überwindung der Höhe. Die Treppenanlage im Weinberg von Schloss Sanssouci beispielsweise lässt das Schloss förmlich schweben und lockt die Besucher mit immer gleicher schwungvoller Verjüngung von Terrasse zu Terrasse. Der Weg hinauf erscheint so viel länger und höher als er in Wahrheit ist.

Natürlich lässt sich der eigene Garten damit nicht vergleichen. Aber auch die Treppe von der Terrasse in den Garten kann Weite betonen, wenn sie mit breit lagernden Stufen aus der Höhe hinab führt. Offen und repräsentativ liegt dann die Terrasse darüber. Stufen, die von oben nach unten breiter werden, verstärken die Wirkung. Besonderen Reiz zeigt die Variante, bei der halbkreisförmige Stufen nach unten führen und einen immer größeren Radius bekommen.

Unauffälliger geben sich Treppen in normaler Wegebreite. Sie verbinden das Oben und Unten schlichter. Führen sie von der Terrasse hinab, entsteht ein deutlich geringerer «Sog», als bei den breiten Treppen. Rahmen dann noch Pflanzungen - eine Rosenrabatte, ein Staudenbeet - die Treppe, bekommt sie Aufenthaltsqualität, denn von ihr aus lassen sich die Pflanzen besonders gut betrachten.

Wichtig ist, dass die Treppe dort liegt, wo sie als Verbindung erwartet wird. Tut sie das nicht, entstehen «wilde» Abgänge. Das kann der Fall sein, wenn die Terrasse seitlich erschlossen wird, weil sie dort zugleich den Weg rund ums Haus bedienen kann. Das spontane Gefühl sagt dann: Der direkte Zugang von der Terrasse zum Garten ist versperrt. Ohne Umweg - auch wenn er nur drei Schritte bedeutet - lässt sich das eigentlich greifbare Grün nicht erreichen.

Ist die Lage der Treppe eingeplant , geht es ans Detail. Die magische Zahl für Treppen lautet 63 Zentimeter. So viel beträgt das Schrittmaß, das für die gute Begehbarkeit steht. Treppen, die davon abweichen, werden als irritierend empfunden. Wer sie ohne zu stolpern begehen will, muss hinschauen. Das Schrittmaß errechnet sich nach folgender Formel: Zweimal die Stufenhöhe plus einmal die Stufentiefe gleich 63 Zentimeter. So sollte beispielsweise auf eine 14 Zentimeter hohe Treppenstufe ein 35 Zentimeter langer Auftritt folgen: 2 mal 14 plus 35 ist gleich 63.

Ob Pflaster oder Platten, ob Beton, Naturstein, Klinker oder Holz das richtige Material für die Treppe sind, hängt von der Umgebung ab. So spielt die Farbe des Hauses eines Rolle, ebenso wie das Material der angrenzenden Wege. Zur Wahl stehen zum Beispiel roter oder gelber Klinker und Sandstein in sanftem Beige, Gelb oder Rot. Dazu kommen harte Natursteine wie Grauwacke oder Granit in verschiedenen Blau-, Grau- und Grüntönen. Alternativen sind Holz oder schlichter Beton. Blockstufen, bei denen die gesamte Stufe aus einem Stück gearbeitet ist, vermitteln ein Gefühl von Stärke, wirken aber auch schwer. Entsprechend erscheinen zusammengesetzte Stufen leichter. Die Qual der Wahl ist also groß.    Sicherheit hat Vorrang bei Treppen - Keine Notlösungen akzeptieren. Treppenstufen dürfen weder unregelmäßig und uneben sein, noch wackeln.

- Nie verschiedene Stufenmaße wählen.

- An die richtige Breite - mindestens 60 Zentimeter - denken. Die Treppe muss zu zweit und mit schwerer Gießkanne begangen werden können.

- Das Material muss auch bei Regen, Schnee und Frost rutschsicher sein.

- Möglichst keine einzelnen Stufen in den Garten einbauen. Sie werden häufig übersehen und sind besonders unfallträchtig. Von Helga Panten, dpa

dpa-infocom


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