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Adoption nur zum Steuern-Sparen ist sittenwidrig

München Die Adoption eines Volljährigen ist als sittenwidrig einzustufen, wenn sie nur aus steuerlichen Gründen erfolgt.

Es bestehen in einem solchen Fall erhebliche Zweifel, dass tatsächlich das vom Gesetz geforderte Eltern-Kind-Verhältnis vorliegt.

Das geht aus einem Beschluss des Oberlandesgerichts München hervor (Aktenzeichen.: 31 Wx 49/08), über den die Fachzeitschrift «NJW-Rechtsprechungs-Report Zivilrecht» berichtet.

Das Oberlandesgericht wies dabei die Beschwerde einer vermögenden Tante zurück, deren Antrag auf Adoption ihres 37-jährigen Neffen das Amtsgericht zuvor abgelehnt hatte. Die erste Instanz hatte Anzeichen dafür gesehen, dass die Adoption nur erfolgen sollte, um beispielsweise bei der Vermögensübertragung Steuern zu sparen. Ebenso sah es das Oberlandesgericht.

dpa-infocom


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