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Studie: Einbußen durch Finanzkrise überschätzt

Berlin Die Auswirkungen der Finanzmarktkrise auf die private Altersvorsorge werden nach einer Studie generell überschätzt.

So geht der Durchschnittsbürger laut einer Studie davon aus, dass die Anlageverluste bei mehr als 20 Prozent liegen.

Tatsächlich liege der Verlust für die überwiegende Mehrzahl der Haushalte bei nominal weniger als drei Prozent, sagte der Finanzwissenschaftler Bernd Raffelhüschen als Leiter einer Studie des Deutschen Instituts für Altersvorsorge (DIA). Die gesetzliche Rente zeigt sich nach seinen Untersuchungen von der Krise bislang unberührt. Allerdings müssten Haushalte, die nur auf die gesetzliche Rente setzen, mit einem grundsätzlichen Vorsorgedefizit rechnen.

Nach Angaben des DIA - es wird von der Deutschen Bank getragen - mussten Anleger in den untersuchten Kategorien seit Krisenbeginn im Jahr 2007 bei der Altersvorsorge Kapitalverluste von bis zu 12,4 Prozent hinnehmen. Dies betraf vor allem Aktien und Aktienfonds. «Sicherlich gibt es auch Haushalte in Deutschland, deren Aktiendepots sehr umfangreich sind und damit höhere Einbußen erlitten haben. Sie sind entweder sehr jung, sehr reich oder beides», sagte Raffelhüschen.

Verluste von mehr als zehn Prozent habe es nur für maximal ein Zehntel der Vorsorgehaushalte gegeben. Im Durchschnitt hätten die Einbußen zwischen drei und sieben Prozent des Vorsorgevermögens gelegen. Die «gefühlten Verluste» seien damit im Mittel vier mal so hoch wie die tatsächlich eingetretenen. Nach den Worten von DIA- Sprecher Bernd Katzenstein sind die aktuellen Sorgen wegen der Finanzkrise um die materielle Absicherung im Alter «in den allermeisten Fällen unberechtigt».

Den Angaben zufolge sank das Geldvermögen deutscher Haushalte binnen Jahresfrist krisenbedingt um fast 140 Milliarden Euro auf gut 4,4 Billionen Euro. Die Sparquote lag 2008 mit 11,5 Prozent des verfügbaren Einkommens so hoch wie seit 16 Jahren nicht mehr.

dpa-infocom


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