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Ein Herz für Streuner: Wie Tierfreunde helfen können

Bonn Millionen Deutsche verbringen ihren Urlaub im Süden.

Doch die Ferienstimmung ist unter Umständen schnell getrübt, wenn ihnen streunende Hunde begegnen. «Da muss man doch was tun!», denken dann viele Tierfreunde.

Besonders schlimm sei es in Ländern ohne ernsthafte Konzepte gegen unkontrollierte Vermehrung der Tiere. «Leider ist das in fast allen süd- und osteuropäischen Ländern der Fall», sagt Magdalena Scherk von der Tierrechtsorganisation PETA im baden-württembergischen Gerlingen. Für viele Straßenhunde bedeute jeder Tag den Kampf ums Überleben.

Wer online sucht, wird viele Seiten von Gruppen finden, die sich für die Streuner engagieren und sie vermitteln. Doch nicht alle sind seriös: Schwarze Schafe haben es allein auf das Geld gutgläubiger Tierfreunde abgesehen. Eine seriöse Organisation kontrolliert vor Ort und bei den Tierfreunden zu Hause, ob sie die richtigen sind. Zudem informiert sie bereitwillig über infrage kommende Hunde.

Auch TV-Moderatorin Sonja Zietlow wollte etwas für Straßenhunde tun und hat auf Mallorca den Verein Dingo gegründet. «Wir päppeln kranke, herrenlose Hunde wieder auf, suchen Pflegestellen für sie, vermitteln die Vierbeiner an tierliebe Menschen in Deutschland und helfen anderen Tierschutzvereinen.»

Zietlow und ihr Team suchen auch «Flugpaten», die Hunde mit nach Deutschland nehmen. «Dort haben wir Pflegestellen, bei denen die Tiere so lange bleiben können, bis sie von Tierfreunden adoptiert werden.» Wer einen der Hunde adoptieren will, kann ihn besuchen. Nur so lasse sich feststellen, ob die Chemie stimmt.

Längst nicht alle Urlauber wissen schon vor der Reise, dass sie Streuner unterstützen wollen. Wer vor Ort nicht weiß, an wen er sich wenden kann, dem rät Zietlow, beim Tierheim vorbeizuschauen. «Die Mitarbeiter dort wissen am besten, wie man helfen kann.»

Wer sich entschieden hat, einen Hund zu adoptieren, muss unbedingt die Einführungsbestimmungen beachten, sagt Katrin Umlauf vom Deutschen Tierschutzbund in Bonn. So seien ein EU-Heimtierpass und bestimmte Impfungen wichtig. «Seriöse Vereine kümmern sich darum.»

Umlauf rät zudem, möglichst viel über den Vierbeiner in Erfahrung zu bringen. «Straßenhunde sind es gewohnt, für sich selbst zu sorgen. Sie jagen gerne und kennen keine geschlossenen Räume.» Daher müsse das Tier voraussichtlich zunächst einmal an der Leine geführt werden.

«Teilweise sind Streuner nicht gut auf Menschen sozialisiert, weil sie in ihren Heimatländern oft von ihnen verjagt wurden», so Umlauf. Auch deswegen sei die Vorgeschichte wichtig: Hat er in einer Familie gelebt, die ihn nicht mehr wollte, kommt er besser mit Menschen klar als seine Artgenossen, die von Geburt an draußen gelebt haben.

Sonja Zietlow hat mit vielen Tieren andere Erfahrungen gemacht: «Sie wissen genau, wie sie sich den Zweibeinern gegenüber verhalten müssen, um etwas zu fressen zu bekommen. Außerdem spüren sie schnell, wer gut zu ihnen ist und von wem sie lieber Abstand halten sollten.» Klar hätten auch Straßenhunde ihre Macken. «Aber wer hat die nicht?»

Tierrechtsorganisation PETA: www.peta.de

Deutscher Tierschutzbund: www.tierschutzbund.de Von Manja Greß, dpa

dpa-infocom


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