pic Zählpixel
kalaydo leftkalaydo logo
RZ-Blog  |  Twitter  Mobil&RSS  |  Kontakt
suchen im
Lexikon
RZ-Online-Archiv
Zeitungs-Archiv
Internet
< Schnell-Navigation >
KinoWelt VideoWelt FotoWelt MeineWelt
Tiere       » News         » Tipps zur Tierhaltung

Reiten ist auch in der Stadt möglich

Warendorf/Berlin Auf dem Land gibt jede Menge Grün und weite Felder, auf denen Pferdefreunde ihrem Hobby frönen können.

Doch auch Stadtbewohner haben die Möglichkeit zu reiten - und müssen dafür manchmal sogar nicht weit weg vom Stadtzentrum.

Das ist dann zwar oft teurer als auf ländlichen Reiterhöfen, kann aber trotz des knappen Weidelands in den urbanen Betonlandschaften auch Vorteile haben. «In der Stadt muss es für Pferdeliebhaber nicht unbedingt viel anders sein als auf dem Land», sagt Nicole Schwarz, Geschäftsführerin des Landesverbands Pferdesport Berlin-Brandenburg. «In Berlin gibt es beispielsweise 60 Reitvereine mit eigener Anlage, die zum Teil am Stadtrand, zum Teil aber auch in der Stadt liegen - wenn auch nicht direkt am Ku'Damm», fügt sie augenzwinkernd hinzu. Wie das in anderen Städten sei, hänge von den konkreten Bedingungen vor Ort ab. Durch die hohe Bevölkerungsdichte gebe es aber meist eine große Auswahl an Anlagen sowie Reitlehrern und -personal.

«Wer reiten will, hat die Möglichkeit, sich genau auszusuchen, was er oder sie will», sagt Nicole Schwarz. Weil der Reiter eine enge Verbindung mit dem Lehrer eingeht, muss eine Vertrauensbasis da sein und die Chemie stimmen. Ist das nicht der Fall, habe man bei einer Anlage mit mehreren Lehrern leichter die Möglichkeit zu wechseln.

Ein eigenes Pferd muss es gar nicht sein - das kostet schließlich leicht 4000 Euro oder mehr. Gerade für gestresste Städter mit wenig Zeit gibt es auch eine andere Möglichkeit: «Sehr beliebt ist die sogenannte Reitbeteiligung», sagt Uta Helkenberg, Sprecherin der Deutschen Reiterlichen Vereinigung aus Warendorf bei Münster. «Es gibt immer wieder jemanden, der froh ist, wenn sich ein paar Tage in der Woche eine weitere Person um das Pferd kümmert.»

Allerdings ist eine Reitbeteiligung nicht immer ganz einfach zu realisieren. «Es müssen dabei schließlich gleich drei zusammenpassen - das Pferd und die zwei Beteiligten», erklärt Helkenberg. «Man muss sich schon gut verstehen.» Darüber hinaus sollte vertraglich genau festgelegt werden, welche Rechte und Pflichten die Beteiligten haben - und wer welche der laufenden Kosten übernimmt. So sind Konflikte am ehesten zu vermeiden.

Ganz gleich, ob es sich um Pferdehaltung in der Stadt oder auf dem Land handelt: Die Tiere brauchen intensive Pflege. Dazu gehört, sie täglich auszureiten und zu striegeln sowie ihren Stall sauberzuhalten. «Pferde sind schließlich Bewegungstiere, und wenn sie artgerecht gehalten werden sollen, muss dafür Sorge getragen werden», sagt Enno Hempel vom Hannoveraner Verband in Verden, dem größten deutschen Pferdezuchtverband. Nur eine Stunde ausreiten und ansonsten 23 Stunden in der Box - das geht nicht. Dabei spielt es keine Rolle, um was für eine Rasse es sich handelt: «Pferd ist Pferd.»

Einer der größten Vorteile, wenn das Pferd auf einer Anlage in der Stadt steht, ist der kurze Anfahrtsweg. «Dass man nicht immer so weit rausfahren muss, ist für Reiter mit engem Terminkalender ebenso interessant wie für diejenigen, die nicht mobil sind», sagt Helkenberg. Auch für Kinder und Jugendliche sei ein Pferd in der Stadt eine deutlich einfachere und weniger zeitfressende Lösung.

Verglichen mit Höfen auf dem Land sind viele Anlagen in Städten aber deutlich teurer. «Der Platz ist schließlich sehr begrenzt - das muss finanziert werden», erklärt Uta Helkenberg. «Außerdem gibt es meist so gut wie keine Weiden und Wiesen.» Bei einer gut gepflegten Anlage können die Kosten daher durchaus auf bis zu 1000 Euro im Monat hochgehen. Das sei aber nicht nur regional sehr unterschiedlich.

Außerdem kommt es darauf an, ob ein Pferdebesitzer vieles selbst macht oder den Service der Höfe in Anspruch nimmt. «Diese Angebote fallen von Stall zu Stall unterschiedlich aus», sagt Helkenberg. Um was wird sich gekümmert? Kommen der Schmied und der Tierarzt? Wird die Box ausgemistet? «Manche Ställe bieten ein Rundum-Sorglos-Paket an, das aber teurer ist, als wenn man bei einem Bauern eine Box zur Verfügung gestellt und die Mistgabel in die Hand gedrückt bekommt.»

Deutsche Reiterliche Vereinigung: www.pferd-aktuell.de Von Aliki Nassoufis, dpa

dpa-infocom


Sie benötigen Flash Player 9, um den RZ-Video-Player ansehen zu können.
Regioticker
Eventkalender
rz lexikon
Energiesparen