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Jack-Russell-Terrier sind robuste Energiebündel

Laupheim/Elmshorn Sie sehen nicht nur niedlich aus: Jack-Russell-Terrier und ihre nahen Verwandten, die Parson-Russell-Terrier, sind auch äußerst lebendige, intelligente Hunde.

Sie haben ein freches Funkeln in den Augen und darüber hinaus Ausdauer, Mut und Arbeitseifer. Wer sich für einen solchen Vierbeiner entscheidet, darf ihn nicht unterschätzen: Die quirligen Jagdterrier brauchen eine gute Erziehung und mehr Auslauf als viele große Hunde.

Nach Deutschland kamen sie durch den Reitsport. Ursprünglich wurden sie zu Beginn des 19. Jahrhunderts von einem jagdbegeisterten Pfarrer - auf Englisch Parson - namens John Russell in England gezüchtet. «Der stellte damals fest, dass den Ausstellungsterriern die Jagdeigenschaften verloren gingen», sagt der Hundetrainer Gerd Leder aus Laupheim (Baden-Württemberg). «Deshalb züchtete er selber einen Gebrauchshund für die Fuchsjagd zu Pferde.»

Nach wie vor sind viele Menschen verwirrt wegen die Bezeichnungen der beiden Rassen, die sich im Grund genommen sehr ähnlich sind: «Beide haben eine kompakte Größe, ein äußerst lebendiges Wesen und eine individuelle Farbverteilung oft in der typischen Dreifarbigkeit mit Weiß, Braun und Schwarz», sagt Karin Wegner, Autorin sowie Terrier-Expertin und -Züchterin aus Elmshorn bei Hamburg.

Es gibt allerdings ein Merkmal , das Jack- und Parson-Russells eindeutig voneinander unterscheidet: «Der prägnanteste Unterschied sind die Beine, die bei den Parsons länger sind», erläutert die Züchterin Christiane Lindenberg-Beste aus Dörverden bei Hannover. Ein ausgewachsener Parson hat eine Körperhöhe von 31 bis 38 Zentimetern, Hündinnen sind ein wenig kleiner als Rüden. Jack Russells sind etwas gedrungener und kompakter.

Aber egal ob Jack oder Parson: Wer sich einen Russell-Terrier anschafft, hat meist einen Begleiter über viele Jahre. «Sie sind langlebige Hunde mit einer robusten Gesundheit», sagt Wegner. «Ab dem 9. Lebensjahr werden die quirligen Vierbeiner gemütlicher und etwas ruhiger.» Die durchschnittliche Lebenserwartung liegt zwischen 13 und 15 Jahren.

Russell-Terrier sind sehr sportlich und für die verschiedensten Aktivitäten zu haben. «Man kann mit ihnen nicht nur Agility-Übungen machen oder Frisbee spielen», erklärt Lindenberg. «Sie lassen sich auch sehr gut zum Joggen oder Radfahren mitnehmen.» Zudem kann man sie beim Fährtensuchen herausfordern. Entsprechend hohe Ansprüche stellt ein solches Energiepaket an den Besitzer: «Um den Hund bei langen Spaziergängen oder Fahrradtouren auszulasten, sollte der Halter sich ebenfalls gut bewegen können und genügend Zeit für das Tier haben», rät Gerd Leder.

«Trotz seiner Drolligkeit und seiner handlichen Größe ist er kein Spielzeug, sondern ein vollwertiger Hund - auch wenn das oft unterschätzt wird.» Gerd Leder ist davon überzeugt, dass etwa zwei Drittel der Russell-Terrier in falschen Händen sind. Die Folge: Sie sind nicht ausgelastet, zerren ständig an der Leine und kläffen ihre Artgenossen an.

Gute Erziehung ist bei Parson- und Jack-Russell-Terriern ein Muss. «Oft wird nicht berücksichtigt, dass sie eine klare und souveräne Führung brauchen», sagt Leder. Nicht nur Ungehorsam muss sofort unterbunden werden: Der Hund muss von klein auf Grenzen gesetzt bekommen, und der Halter muss aufpassen, dass er ihn nicht mit Zerr- und Raufspielen überdreht. «Außerdem handelt es sich bei ihnen um kleine Einzelkämpfer, denen der Umgang mit anderen Hunden oder Haustieren erst beigebracht werden muss.»

Da Russell-Terrier aber Menschen gegenüber freundlich und meist auch kinderlieb sind, kommen sie durchaus als Familienhund infrage. «Wichtig ist vor allem, dass der Halter Hundeverstand hat und gut über die Bedürfnisse seines Vierbeiners informiert ist», sagt Gerd Leder. Ist das der Fall, sei es egal, ob man den Vierbeiner in einer Mietwohnung oder in einem Haus mit Garten hält.

Literatur: Karin Wegner: Parson und Jack Russell Terrier, Gräfe & Unzer, ISBN-13: 978-3-8338-1201-9, 7,90 Euro Fellpflege für Russell-Terrier Die Fellpflege ist bei Russel-Terriern - egal ob sie rau- oder glatthaarig sind - recht unkompliziert. «Sie buddeln allerdings gern in der Erde oder suhlen sich in stinkenden Haufen», sagt Expertin Karin Wegner aus Elmshorn. «In solchen Fällen sollten sie gebadet werden.» Normalerweise ist das nicht nötig. Es reicht, die Hunde einmal in der Woche gründlich zu bürsten. «Dafür sollte die Bürste weder zu hart sein, noch sollte sie Drahtzinken haben.» Ein rauhaariger Hund gehört mehrmals im Jahr professionell getrimmt. Von Aliki Nassoufis, dpa

dpa-infocom


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