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Weinpresse (7): Beim Grillen muss nicht immer Bier auf den Tisch

"Outdoor-Cooking" ist unbeschwert, kurzweilig und gut vorzubereiten. Als Getränk dazu steht Bier aus dem Fässchen hoch im Kurs, doch findet sich immer auch ein passender Wein.

Beim Grillen wird locker und entspannt kreuz und quer geredet und gegessen. Und so muss auch ein Wein sein! Unkompliziert, frucht- oder gerbstoffbetont, aromatisch und ausgewogen.

Zur Harmonie von Grillgut und Wein gilt: Die geschmacksgebenden Inhaltsstoffe sollten aufeinander abgestimmt sein. Je dunkler das Fleisch und je höher der Gargrad ist, desto alkoholreicher und gerbstoffbetonter kann der Wein sein. Je heller das Fleisch oder der Fisch und je langsamer das Gut grillt, desto fruchtiger und frischer kann ein Wein sein.

Hier einige Beispiele: In Folie gebratener Fisch harmoniert besonders gut zu Weißweinen mit frischem Aroma und leichter Säure. Trockene Rieslinge, Weißburgunder oder der Rivaner empfehlen sich. Achten Sie darauf, dass der Wein nicht mehr als 12 Volumen Prozent Alkohol aufweist. Fische, die direkt über dem Feuer gegrillt werden, vertragen einen Wein mit viel Körper - also mit etwas mehr Alkohol - und dieser kann durchaus würzig und holzig schmecken. Ein Grauburgunder, Chardonnay oder Sémillon, im Holzfass gereift, sind perfekte Begleiter. Wer sich traut, kann den gegrillten Fisch auch mit einem leichten Rotwein probieren. Die Rebsorten Spätburgunder, Trollinger oder Portugieser - ruhig gekühlt - eignen sich besonders.

Zu Bratwurst, mariniertem Schnitzel und Hühnchen sowie Rindersteak empfehlen sich Rotweine mit einer kräftigen Tanninstruktur und etwas mehr Alkohol. Diese Gerbstoffe im Rotwein unterstützen die Röstaromen des Fleisches hervorragend. Rotweine jüngeren Jahrgangs aus Übersee wie Südafrika, Chile, Amerika und Australien sind hier Klassiker. Wer sein Fleisch oder seinen Fisch gern mit scharfen Gewürzen und Marinaden mag, muss auch nicht auf Bier zurückgreifen. Ein ganz besonderes Erlebnis ist dazu ein fruchtig-süßer Riesling. Grundsätzlich gilt: Je schärfer das Gericht, desto süßer darf der Wein sein.

Wichtig für optimalen Genuss ist die Temperatur des Weines. Wenn es draußen warm ist, kühlen Sie die Weine ruhig etwas tiefer als gewöhnlich. Weißweine vertragen 6°C bis 8°C und Rotweine 10°C bis 12°C. Nur Mut! Der Wein wird von alleine warm. Und noch ein Tipp: Wein enthält im Vergleich zu Bier deutlich mehr Alkohol. Deswegen ist Wassertrinken neben dem Weingenuss sehr wichtig. RZ-Wei­nex­perte Alex­ander Kohnen.

RZO