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Wertvolles Rosenthal-Archiv jetzt in Selb

Selb Das Rosenthal-Archiv bleibt auch nach der Übernahme des renommierten Porzellanherstellers durch die italienische Sambonet-Gruppe der Öffentlichkeit erhalten.

Die Oberfranken-Stiftung hat die wertvollen Bestände gekauft und dem Porzellanikon in Selb (Bayern) als Dauerleihgabe zur Verfügung gestellt. Die einzigartige Sammlung enthält rund 15 000 Produkte und nie verwirklichte Entwürfe aus der 130-jährigen Firmengeschichte. Darunter sind kostbare Originale bedeutender Künstler wie Salvador Dali, Andy Warhol und Walter Gropius. Über den Kaufpreis wurde nach Angaben von Insolvenzverwalter Volker Böhm Stillschweigen vereinbart. Insider sprechen von 1,3 Millionen Euro.

Mit dem Kauf sei es gelungen , das kulturelle Gedächtnis der Firma Rosenthal als Ganzes langfristig zu erhalten, sagte Böhm bei der Unterzeichnung des Vertrags mit dem Vorsitzenden der Oberfranken-Stiftung, Regierungspräsident Wilhelm Wenning. Mit seinen vier Museen in Selb und Hohenberg an der Eger (Landkreis Wunsiedel) ist das Porzellanikon Europas größtes Spezialmuseum für Porzellan. Seit 2004 gehört auch das Rosenthal-Museum im entkernten alten Brennhaus der Porzellanfabrik dazu.

Der Unternehmer und SPD-Politiker Philip Rosenthal, der Sohn des Firmengründers, hatte nach dem Zweiten Weltkrieg zahlreiche weltberühmte Künstler engagiert. Diese machten Rosenthal mit ihren kunstvollen Formen und Dekoren weltweit zum Synonym für höchste Tischkultur. Das Porzellanikon will das Rosenthal-Archiv zunächst elektronisch erfassen und dann wie eine Studiensammlung für Forschung, Lehre und Designentwicklung zugänglich machen. Das Porzellanikon wird nach Angaben von Museumsdirektor Wilhelm Siemen weiterhin eng mit Rosenthal zusammenarbeiten und dem Unternehmen vollen Zugriff auf die Sammlung ermöglichen.

dpa-infocom