pic Zählpixel
kalaydo leftkalaydo logo
RZ-Blog  |  Twitter  Mobil&RSS  |  Kontakt
suchen im
Lexikon
RZ-Online-Archiv
Zeitungs-Archiv
Internet
< Schnell-Navigation >
KinoWelt VideoWelt FotoWelt MeineWelt
 Magazin-Thema 

Porno-Komödie «Zack And Miri Make A Porno»

Berlin Ja, da sind sich Zack und Miri ganz sicher: Ihre Beziehung ist rein platonischer Art.

Schließlich teilen sich die beiden nicht nur seit geraumer Zeit ein Appartement, sie kennen sich auch seit der ersten Klasse. Sex war nie ein Thema.

Die kläglichen Umstände aber , unter denen sie ihr Dasein fristen, führen dazu, dass Zack einer ungewöhnlichen Idee verfällt. In der Küche stapeln sich die unbezahlten Rechnungen, ihr Auto gleicht einer Schrottkiste, und eines Tages dreht man Zack und Miri auch noch Wasser und Strom ab. Geld muss her und zwar schnell! Warum nicht gemeinsam einen Porno drehen? Kult-Regisseur Kevin Smith («Clerks») zeigt in seiner freizügigen Komödie, wie schmal der Grad zwischen Freundschaft und Liebe zuweilen ist.

Weitere Darsteller für Zack und Miris ersten Porno sind schnell gecastet, der Coffee-Shop, in dem Zack sein schmales Salär verdient, wird zum Filmset umarrangiert, ein Titel für den ersten Streifen ist auch schnell gefunden: Aus dem Klassiker «Star Wars» machen Zack (verkörpert von Seth Rogen) und Miri (Elizabeth Banks) ganz einfach «Star Whores». Trotz erster Schwierigkeiten ist das skurrile Filmteam gut bei der Sache, man hat Spaß und freut sich auf die nächste Szene. Nur bei Zack und Miri steigt die Anspannung: Der erste gemeinsame Auftritt vor der Kamera bereitet beiden unerwartet heftige Bauchschmerzen.

Regisseur Smith ist mit «Zack and Miri» eine unterhaltsame und nicht eben alltägliche Komödie gelungen. Vor allem aber sind es Seth Rogen («Beim Ersten Mal») und Elizabeth Banks («Spider-Man 3»), die als Protagonisten dafür sorgen, dass der Film bei allem Klamauk auch über höchst romantische Momente verfügt. Erstaunlich, welche Chemie sich zwischen dem bärtigen, leicht grobschlächtigen Rogen und der hübschen Banks entwickelt. Rührend ist es, zu sehen, wie Zack und Miri allmählich dahinter kommen, dass sie eben doch mehr sind, als nur «gute Freunde». Überraschend ist zudem eine der Nebenrollen mit Ex-Pornodarstellerin Traci Lords besetzt.

Gerade Banks macht ihre Sache gut. Zeigt sie doch, was für eine wandelbare Schauspielerin sie ist. Unlängst noch gab die blonde Mimin die hintertriebene Stiefmutter im Horrorfilm «Der Fluch Der Zwei Schwestern». Nun präsentiert sie sich von einer ganz anderen Seite. Leider ist Kevin Smith (der auch für das Drehbuch verantwortlich zeichnet) der Humor hier und da ein wenig zu vorhersehbar geraten, sind die Gags bisweilen etwas pubertär. Ansonsten aber bereitet es eine Menge Spaß, Zack und Miri dabei zuzusehen, wie sie sich als Pornofilmer versuchen. Von Matthias von Viereck, dpa

dpa-infocom