pic Zählpixel
kalaydo leftkalaydo logo
RZ-Blog  |  Twitter  Mobil&RSS  |  Kontakt
suchen im
Lexikon
RZ-Online-Archiv
Zeitungs-Archiv
Internet
< Schnell-Navigation >
KinoWelt VideoWelt FotoWelt MeineWelt
Computer     » News   » Spiele & Soft    » Surftipps    » PC-Tipps    » Multimedia

Facebook kauft Online-Dienst Friendfeed

Palo Alto Das Online-Netzwerk Facebook rüstet sich gegen die wachsende Konkurrenz mit der Übernahme des kleinen Start-ups Friendfeed.

Ähnlich wie bei Facebook können Nutzer über die Friendfeed-Plattform in einem Netzwerk Nachrichten und Fotos austauschen.

Als Teil der Vereinbarung sollen die vier Gründer, alles ehemalige Google-Mitarbeiter, führende Positionen bei Facebook einnehmen, teilte Facebook am Montag mit. Auch die zwölf Mitarbeiter sollen übernommen werden.

Der Kaufpreis für Friendfeed beläuft sich nach Angaben des «Wall Street Journal» auf knapp 50 Millionen Dollar. In bar zahle Facebook allerdings nur 15 Millionen Dollar, hieß es am Dienstag unter Berufung auf informierte Personen. Den Rest gibt es in Facebook-Aktien, die zu dem Preis, den russische Investoren des Online-Netzwerks zuletzt bezahlten, rund 32,5 Millionen Dollar wert seien. Offiziell wurde kein Kaufpreis genannt. Facebook ist nicht an der Börse notiert.

Zugleich startete Facebook am Montag auch eine neue Suchfunktion, die ähnlich wie bei dem Kurznachrichten-Dienst Twitter funktioniert. Künftig sollen Facebook-Nutzer damit nicht nur im eigenen Freundeskreis, sondern in allen Einträgen nach bestimmten Begriffen und Nachrichten suchen können, heißt es in einem Beitrag bei «c'net». Vorerst sei die neue Funktion aber noch nicht allen Nutzern zugänglich.

Branchenbeobachter sehen in der Übernahme einen strategisch wichtigen Schritt, der das soziale Netzwerk gegen wachsende Konkurrenz von verschiedenen Seiten rüstet. Neben dem Micro-Blogging-Dienst Twitter könnte vor allem der Suchmaschinen-Primus Google durch diesen Schritt unter Druck geraten. «Facebook weiß, dass das echte Geld in der Echtzeit-Suche liegt», sagte der bekannte Blogger Robert Scoble dem Online-Dienst von «BBC News». Während Google der König der normalen Suche ist, sei Friendfeed König der Echtzeit-Suche.

Die Friendfeed-Plattform hat inzwischen zwar nur knapp eine Million Nutzer angezogen, gilt aber dennoch als technisch ausgereifter. Die Idee ist, dass Nutzer ihre Online-Aktivitäten über mehrere Plattformen hinweg an einem Ort sichtbar machen und gleichzeitig miteinander kommunizieren können. Die Plattform war 2007 von vier Google-Mitarbeitern gegründet worden, die zuvor unter anderem an der Entwicklung von Googles Mail-Dienst und dem Kartendienst Google Maps beteiligt waren.

Facebook ist ungleich größer. Mit inzwischen mehr als 250 Millionen Mitgliedern hatte das Netzwerk zuletzt auch den Konkurrenten MySpace hinter sich gelassen. Bei dem Online-Netzwerk können Nutzer ihre Profile anlegen, Kurzbeiträge, Videos und Bilder austauschen und miteinander kommunizieren. Facebook hatte auch versucht, Twitter zu kaufen. Doch die Gründer des Kommunikationsdienstes lehnten das Angebot als zu niedrig ab.

dpa-infocom


Sie benötigen Flash Player 9, um den RZ-Video-Player ansehen zu können.
Regioticker
Eventkalender
rz lexikon
Energiesparen