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Wasseroasen im Garten - Mini-Teiche locken Tiere an

Heilbronn Binsen rascheln im Wind. Eine Amsel nimmt plätschernd ein Bad.

Schillernde Libellen schwirren um die Wette: Wasser im Garten macht diese Atmosphäre möglich.

Nicht jeder Garten ist zwar groß genug für einen Teich oder einen Wasserlauf. Doch für die Miniatur-Ausgabe, einen Teich im Bottich oder Kübel, findet sich überall ein Plätzchen.

Die erste Frage ist: Welches Gefäß kommt zum Einsatz? «Im Prinzip kann jedes verwendet werden - von der Zinkwanne über die Terrakotta-Schale bis zum Blumenkasten», erläutert Angelika Kölle, Geschäftsführerin eines Gartencenters in Heilbronn. Die meisten Gefäße müssen dann von innen abgedichtet werden: Die einfachste Methode dazu sind nachgebende, wasserdichte Einsätze.

Bei extravaganten Gefäßformen oder -maßen wird Teichfolie benötigt. «Sie wird entweder mit dichtem Doppelklebeband befestigt. Oder man lässt einen breiten Überstand über dem Rand und faltet diesen um», erklärt Kölle. Bei den Klassikern unter den Mini-Teich-Gefäßen, den rustikalen Holzbottichen, kann auf diesen Aufwand verzichtet werden: «Wenn sie einmal gründlich gewässert sind, quillt das Holz so stark auf, dass sie völlig dicht sind», erläutert Gernot Schulze, Biotop-Ausstatter aus Friedland (Hessen).

Für die Größe des Kübels gilt: «Je kleiner der Lebensraum ist, umso begrenzter ist auch das Spektrum der Pflanzen, die dort gut gedeihen werden, und der Tiere, die sich heimisch fühlen werden», gibt Julian Heiermann, Zoologe beim Naturschutzbund Deutschland (NABU) in Berlin, zu bedenken.

Vor der Bepflanzung kommt der Bottich an seinen endgültigen Standort. «Ideal ist ein halbschattiger Platz. In der prallen Sonne kippt das Wasser im Sommer schnell um», warnt Kölle. Die Wasserpflanzen sollten mit flachem bis mittelflachem Wasser zurecht kommen und möglichst schwach wüchsig sein. Für einen Bottich von 50 Zentimetern Durchmesser sind drei bis vier Pflanzen am Anfang genug.

Hochwachsendes Hechtkraut oder Sumpfschachtelhalm kommen nach hinten, mittelhohe Wasserfedern oder Sumpfvergissmeinnicht in die Mitte. «Auch eine Seerose darf natürlich nicht fehlen», sagt Schulze. Kleinwüchsige Arten sind zum Beispiel die zierliche, weiße Pygmaea Alba oder ihre hellgelbe Schwester Helvola. Niedrige Gewächse wie die Korkenzieherbinse oder Pfennigkraut werden weit vorne gepflanzt.

Der fertige Mini-Teich braucht vergleichsweise wenig Pflege. Welke Blätter sollten regelmäßig entfernt werden. Die Pflanzen müssen ab und zu ausgelichtet werden. Im Sommer erwärmt sich das Wasser recht schnell. Das führt leicht zu Algenbildung und Sauerstoffmangel. «Damit das nicht passiert, sollte der Mini-Teich gut belüftet werden», rät NABU-Experte Heiermann. Zum Beispiel mit Hilfe einer elektrischen Membranpumpe, die außerhalb des Gefäßes angebracht ist: Von dort führt ein kleiner Schlauch mit einem Sprudler ins Wasser.

Dann muss nur noch der Wasserstand regelmäßig kontrolliert werden. «Zum Auffüllen oder auch mal zum Austauschen sollte möglichst kaltes Wasser verwendet werden», empfiehlt Kölle. Ansonsten heißt es: beobachten, lauschen, genießen. Das Öko-System Mini-Teich wird rasch Gäste anlocken. Wasserläufer und Rückenschwimmer, aber auch Libellen gehören zu den ersten Besuchern. Mini-Teiche überwintern Im Winter wird ein Mini-Teich schnell durch und durch gefrieren. Das halten keine Fische und nur wenige Pflanzen und Gefäße aus. Muss der Teich unbedingt im Freien bleiben, so bewahrt ihn ein Sprudler vor dem Durchfrieren. Sicherer und energiesparender ist jedoch ein Umzug ins Haus: Entweder wird das gesamte Gefäß samt Inhalt mit Hilfe von Möbelrollen ins Haus oder in den Wintergarten geräumt. Alternativ werden die Pflanzen einzeln samt Korb entnommen und an einem kühlen, hellen Standort im Wasser überwintert. Die Fische finden entweder in einem Kaltwasseraquarium zum Beispiel im Flur oder auch in Nachbars großem Teich Unterschlupf. Von Eva Neumann, dpa

dpa-infocom


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