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Bitterer Auftakt für Badoer

Valencia Bitterer Auftakt für Badoer: Der italienische Ferrari-Ersatzpilot ist beim Training zum Großen Preis von Europa der Konkurrenz weitgehend hinterhergefahren.

Im Ferrari des verunglückten Felipe Massa belegte der 38-jährige Luca Badoer in der ersten anderthalbstündigen Einheit mit weit über drei Sekunden Rückstand auf Rubens Barrichello von BrawnGP den 20. und damit letzten Rang. In der zweiten Session konnte sich der 38-Jährige, der in bislang 49 Rennen noch keinen Punkt holte, zumindest auf den drittletzten Rang verbessern.

Allerdings profitierte er dabei auch von einem Dreher von Weltmeister Lewis Hamilton, bei dem der Engländer den Frontflügel seines McLaren-Mercedes beschädigte. Während des Trainings konnte der Schaden nicht behoben werden, Hamilton landete mit nur drei Runden auf dem letzten Rang. Ebenfalls noch hinter Badoer, dessen Auftritt von Rekordweltmeister Michael Schumacher am Ferrari-Kommandostand beobachtet wurde, landete vor seinem zweiten Formel-1-Rennen Jaime Alguersuari (19 Jahre/Spanien) im Toro Rosso.

Badoer kommt beim elften WM-Lauf zum Einsatz, nachdem Schumacher sein geplantes Comeback aus gesundheitlichen Gründen hatte absagen müssen. Der 40-jährige Kerpener, dessen Rückkehr in die Formel 1 aber nicht gänzlich ausgeschlossen werden kann, soll Badoer in Valencia mit Rat und Tat zur Seite stehen. Der Italiener - der erste seit 1994 in einer «Roten Renn-Göttin» - absolvierte seinen bis dato letzten Grand Prix im Oktober 1999.

Die Hoffnungen von Ferrari-Präsident Luca di Montezemolo dürften am Freitag aber einen ersten schweren Dämpfer bekommen haben. Am Rande einer Veranstaltung in Cortina hatte er laut italienischen Medien gesagt: «Wir werden mit einem aus dem Veneto gewinnen.» Da Badoer aus dieser Region im Gegensatz zum Finnen Kimi Räikkönen stammt, dürfte klar sein, wen di Montezemolo gemeint hat. Da muss Badoer das Feld wohl gewaltig von hinten aufräumen.

dpa-infocom



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