pic Zählpixel
kalaydo leftkalaydo logo
RZ-Blog  |  Twitter  Mobil&RSS  |  Kontakt
suchen im
Lexikon
RZ-Online-Archiv
Zeitungs-Archiv
Internet
< Schnell-Navigation >
KinoWelt VideoWelt FotoWelt MeineWelt
Wirtschaft     » Börse     » Fonds

DekaBank streicht konzernweit jede zehnte Stelle

Frankfurt/Main - Die DekaBank streicht zur Kostensenkung bis 2011 konzernweit jede zehnte Stelle. Nach dem Gewinneinbruch im vergangenen Jahr will der Sparkassen-Fondsdienstleister mit einem Sparprogramm die Kosten bis 2011 um rund 186 Millionen Euro drücken.

Dabei fallen von 3355 Stellen 350 weg. Der Abbau werde sozialverträglich und ohne betriebsbedingte Kündigungen ablaufen, teilte die Deka am Donnerstag in Frankfurt mit. Auch die Ausgaben für IT, Marketing und Vertrieb werden gekürzt. Um sich in der Finanzkrise besser zu positionieren, will die Deka die Qualität verbessern und Prozesse im Haus effizienter machen.

Im ersten Halbjahr hat sich die Deka auch dank der Erholung der Märkte gut geschlagen. Das wirtschaftliche Ergebnis - die Kennzahl der Deka, die Erträge minus Aufwendungen abbildet - stieg im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um knapp 67 Prozent auf 142,2 Millionen Euro. «Die Deka fährt damit in wirtschaftlich stabilem Fahrwasser», sagte Vorstandschef Franz Waas laut Mitteilung.

Eine Prognose für 2009 wagte Waas wegen der konjunkturellen Unsicherheit und der nach wie vor schwierigen Lage an den Finanzmärkten nicht. «Wir haben noch vier Monate vor uns und niemand weiss, was noch alles passieren wird», sagte Waas in einem Interview der «Sparkassen-Zeitung» (Freitag). «Trotzdem bin ich aber insgesamt durchaus positiv gestimmt.»

Belastet wurde das Ergebnis in den ersten sechs Monaten durch Abschreibungen von 32 Millionen Euro. Da die Deka im zweiten Halbjahr eine Insolvenzwelle und den Ausfall von Krediten fürchtet, stellte sie - wie viele andere Banken auch - 219 Millionen Euro als Risikovorsorge bereit.

Im Vorjahreszeitraum waren es erst 0,5 Millionen Euro gewesen. Rund die Hälfte des Betrags betraf Engagements gegenüber isländischen Banken. In der Finanzkrise waren die großen Banken Islands zusammengebrochen.

Die Finanzkrise hält der Deka-Chef für weitgehend ausgestanden. «Ich würde sagen, das Schlimmste haben wir hinter uns, aber wahrscheinlich noch nicht alles», sagte Waas in dem Interview.

Größter Ertragsbringer war das Provisionsergebnis mit 419,6 Millionen Euro. Das Zinsergebnis verdoppelte sich nahezu von 127 auf knapp 236 Millionen Euro. Die Bank habe viel Liquidität aufgebaut und dieses Geld zu hohen Margen angelegt, sagte Waas zur Begründung. Dank guter Ergebnisse bei der Vermögensverwaltung und dem Ausbau des Geschäfts mit eigenen und fremden Fonds stieg das Finanzergebnis auf 150 Millionen Euro. Im ersten Halbjahr 2008 hatte hier noch ein Minus von 123 Millionen Euro gestanden.

dpa-infocom