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ADAC-Test: Sicherheitsmängel an Autobahn-Parkplätzen

München Verdreckte Toiletten und nachts überall eine so unzureichende Beleuchtung, dass man sich fast fürchten muss - die Park- und Rastplätze an deutschen Autobahnen weisen laut einem ADAC-Test teilweise erhebliche Mängel auf.

Autofahrer sollten auf unbeleuchteten Rastplätzen an Autobahnen nachts kein Risiko eingehen, rät daher der Automobilclub. «Wenn man sich nicht sicher fühlt, sollte man besser bis zur nächsten bewirtschafteten Raststätte weiterfahren. Dort ist rund um die Uhr Personal», sagt Simone Saalmann vom ADAC in München. Außerdem sind diese Anlagen meist hell erleuchtet.

Der Autoclub hatte in europäischer Kooperation 101 Rastplätze in 16 Ländern untersucht. Nur elf davon bekamen die Bestnote «sehr gut» - und sie liegen alle im Ausland, wie der ADAC mitteilt.

Hauptproblem der deutschen Rastplätze sei vor allem, dass sie nachts zu dunkel seien. Richtig gut beleuchtet und somit auch nachts gefahrlos benutzbar ist demnach nur die Anlage Dätgen (Ost) an der A7 in Schleswig-Holstein. Wenigstens über eine mittelmäßige Beleuchtung verfügen die Rastplätze Binshof (Nord) an der A61 in Rheinland-Pfalz und Sperbes an der A9 in Bayern. Der Rest ist nach ADAC-Angaben nachts zu dunkel und nur rund um das Toilettengebäude dürftig beleuchtet. Auch eine Videoüberwachung, wie man sie in Österreich häufig antreffe, gebe es nicht.

Ein Sicherheitsproblem bestehe allerdings auf den unbewirtschafteten Parkplätzen nicht, wie eine Anfrage des ADAC bei der Autobahnpolizei ergab. Von Überfällen oder Belästigungen von Autofahrern sei nichts bekannt, berichtet Simone Saalmann. Früher habe es zwar Probleme mit Vandalismus gegeben. Weil die Polizei nun öfter Streife fährt, sei das besser geworden.

Ein Ärgernis seien jedoch weiterhin die illegale Müllentsorgung. Und manche Rastplätze hätten sich zu rege besuchten Treffs von Sextouristen entwickelt, wie die Tester in einigen Fällen feststellen mussten.

Bei der Sauberkeit der Toiletten liegt in ganz Europa noch viel im Argen. Nur bei rund einem Viertel aller 101 getesteten Anlagen habe es bei der Hygiene keine Beanstandungen gegeben, berichtete der Autoclub. Die schmutzigsten Toiletten fanden die Tester demnach in Tschechien, der Slowakei und Slowenien - dort kam keine der Anlagen über ein «mangelhaft» hinaus.

Testsieger («sehr gut») wurde der Rastplatz Gaishorn an der Pyhrnautobahn (A9) in Österreich zwischen Treglwang und Trieben. Die gepflegte Anlage habe Picknickplätze und einen Klettergarten für Kinder, die Toiletten mit Wickelraum und Dusche seien sehr sauber und behindertengerecht, lobten die Tester. Nachts sei die Anlage gut beleuchtet und es gebe auch Videoüberwachung sowie Notruf.

Von den 20 in Deutschland überprüften Rastplätzen schnitten acht (40 Prozent) immerhin mit der Gesamtbewertung «gut» ab, sieben kamen auf ein «ausreichend». Fünf Anlagen fielen glatt durch: vier davon mit «mangelhaft» - Deutschmeister (Ost) an der A93 in Bayern, Leubas (Ost) an der A7 ebenfalls in Bayern, Blievenstorf (Süd) an der A24 in Mecklenburg-Vorpommern sowie Logebachtal (West) an der A3 in Nordrhein-Westfalen. Testverlierer mit «sehr mangelhaft» ist Theilheim (Nord) an der A3 in Bayern.

Mehr Informationen: www.adac.de

dpa-infocom


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