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Formel-1-Pilot Grosjean: Frankreichs neue Hoffnung

Paris Zwei Länder, ein Hoffnungsträger: Wenn Romain Grosjean nach seinem überzeugenden Debüt in der Formel 1 auch am 30. August wieder Akzente wie das freche Boxengassen-Manöver gegen PS-Oldie Luca Badoer setzt, freuen sich gleich zwei Nationen.

Der 23-jährige, geboren in Genf, ist Franko-Schweizer. Er personifiziert aber vor allem die Sehnsucht französischer Formel-1-Fans, nach Jahren der Entbehrung endlich mal wieder im Kreis der erfolgreichen Elite-Piloten vertreten zu sein. Die Zeitung «Libération» prophezeite bereits, dass Grosjean «zu einer der Attraktionen der nächsten Rennen werden» könnte.

Die Last ist schwer. Auf dem 68 Kilo leichten Rennfahrer ruhen nun die Hoffnungen der Tricolore, nachdem Alain Prost der letzte und auch einzige erfolgreiche französische Formel-1-Fahrer war, viermal gewann Prost in den 80er Jahren und Anfang der 90er Jahre den Weltmeistertitel. Kein anderer Franzose sicherte sich je Platz eins. Selbst Automobil-Exoten wie Neuseeland haben in dieser Kategorie mehr Zählbares vorzuweisen als «Les Bleus».

Das soll sich ändern. «Grosjean verlangt schon mehr», schreibt «Le Parisien» nach Platz 15 bei seinem ersten Rennen in Valencia. «Das war ein Wochenende reich an Emotionen», meinte der Pilot selbst, überrascht auch über die große Schar Journalisten, die am Hafen von Valencia seinen Ausführungen lauschte. Denn auch wenn Grosjean in unteren Klassen schon einige Siege eingefahren hatte, kam der vorläufige Höhepunkt mit der Ernennung zum Stammpiloten bei Renault mitten in der Saison ebenfalls überraschend. Das Team entließ den Brasilianer Nelson Piquet Junior und warf seinen Testfahrer ins kalte Wasser, als zweiter Pilot neben dem zweimaligen Weltmeister Fernando Alonso.

Grosjean hatte schon als kleiner Bub hinterm Steuer gesessen. Mit vier Jahren drehte er die ersten Runden auf einer Kartbahn - obwohl er sich zunächst mehr für BMX-Fahrräder interessierte. In seinem Debütjahr 2003 gewann er direkt die Formel Renault 1600 in der Schweiz. Es folgten Siege bei der französischen Formel Renault 2000 und der Formel-3-Euroserie. Als Zweitplatzierter stieg er in diesem Sommer aus der Nachwuchsserie GP2 aus, um in den Formel-1-Wagen als Stammfahrer einzusteigen. Besonders die Franzosen freut's. Von Jens Dreisewerd, dpa

dpa-infocom


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