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Vettel: Gebremstes Training, Vollgas im Rennen

Spa-Francorchamps Gebremster Einsatz im Training, Vollgas im Rennen: Sebastian Vettel will nach dem Motor-Malheur mit einem Freitagssparprogramm die «Big Points» machen.

Bei den Trainingseinheiten zwei Tage vor den jeweiligen Rennen soll der Hesse einfach weniger fahren, um die Triebwerke des Red Bulls zu schonen. «Das ist sicherlich kein Vorteil. Vielleicht ist es aber besser, ein bisschen frei zu haben und einen Kaffee zu trinken, als zehn Plätze weiter hinten zu starten», sagte Vettel in Spa-Francorchamps. Drei Tage vor dem Großen Preis von Belgien forderte Vettel zudem unmissverständlich: «Wir müssen Rennen gewinnen und die Big Points machen.»

Denn Vettel weiß, was die Stunde geschlagen hat. «25 Punkte sind nicht leicht, aber wir haben gesehen, wie schnell die Dinge sich ändern können», sagte der 22-Jährige, dem nur noch sechs WM-Läufe bleiben, um vor allem den beträchtlichen Rückstand auf Spitzenreiter Jenson Button (BrawnGP/72 Punkten) wettzumachen.

Ein Beispiel kann er sich bei seiner Aufholjagd an Kimi Räikkönen nehmen. Vor zwei Jahren holte dieser im Ferrari sogar 26 Punkte auf und durfte sich am Ende in einem spektakulären Saisonfinale die Krone der Königsklasse aufsetzen. Allerdings hatte Räikkönen damals zehn Rennen Zeit. «Solange es rechnerisch noch die Möglichkeit gibt» will Vettel um den Titel kämpfen.

Dafür müssen die Motoren von Partner Renault allerdings wieder laufen wie geschmiert. «Wir hatten schon zu viele Rennen dieses Jahr, wo es einfach nicht zusammengepasst und wo immer wieder irgendwas am Bein gehangen hat», monierte Vettel, der fünf Mal mit seinem Wagen vorzeitig ausfiel, zuletzt sowohl in Budapest als auch in Valencia. «Von elf Rennen fünf Mal das Ziel nicht zu sehen, ist nicht ideal», betonte der Hesse. Daher sollen nun die Motoren geschont werden. Sobald Triebwerk Nummer neun - acht sind erlaubt - zum Einsatz kommt, rückt Vettel in der Startaufstellung zehn Plätze nach hinten. «Das letzte, was du kriegen willst, ist eine Strafe», betonte Vettel.

Im Gegensatz zu ihm verfolgte den Briten in seinem Brawn-Mercedes noch keine Pechsträhne. Elf Mal am Start, elf Mal im Ziel - und jeweils mindestens zwei Punkte; zudem mehr als die Hälfte aller bisherigen Saisonläufe gewonnen. Buttons Bilanz bis dato kann sich sehen lassen, auch wenn er seit nunmehr vier Grand Prix auf einen Podiumsplatz wartet. «Die letzten Rennen waren ziemlich hart für mich», räumte der WM-Primus ein. Umso mehr freut er sich auf eine seiner Lieblingsstrecken.

«Spa ist ein Streckenklassiker , Fahrer, Ingenieure und Fans lieben den Kurs. Wir hoffen also, dort eine gute Show bieten zu können!», fügte Teamchef und Mitbesitzer Ross Brawn hinzu, dessen zweites Ass, Rubens Barrichello, seinen Sieg im Hafen von Valencia nun in den Wäldern von Spa Francorchamps bestätigen will. Der Vorsprung des WM- Zweiten aus Brasilien beträgt auf Vettel sieben Punkte, der von Red- Bull-Teamkollege Mark Webber auf den Heppenheimer 4,5.

Alles noch machbar? Aufgeben kommt Vettel nicht in den Sinn. Räikkönen 2007 auch nicht, obwohl der Kampf gegen Hamilton damals so gut wie aussichtslos schien. Nach dem Großen Preis der USA hatte Räikkönen 32 Punkte, Hamilton 58. Sechs Rennen vor Schluss lag er 20 Punkte zurück. Am Ende wurde er Weltmeister - mit einem Zähler mehr als Hamilton.

dpa-infocom


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