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Dach flog weg: Realschule Simmern entging knapp der Katastrophe

Simmern Nur knapp entging gestern die Realschule in Simmern einer Katastrophe. Um 11.22 Uhr hob eine Sturmböe den Holzunterbau eines neuen Pultdachs von dem Hauptgebäude ab. Die Balken krachten auf den zu diesem Zeitpunkt menschenleeren Schulhof.

Fünf Minuten zuvor war der Platz während einer Pause noch voller Schüler. Ein Anwohner und die Schulsekretärin hatten den Pausenhof zufällig im Blick, als sich das Unglück ereignete und gaben Entwarnung: Unter den Trümmern lagen keine Menschen.

"Wenn es fünf Minuten früher passiert wäre...", war gestern am Unglücksort der meistgehörte Satz. In der Tat: Wäre der Windstoß einige Minuten zuvor über die Schule gefegt, hätte es wohl Tote und viele Verletzte gegeben. "Es ist furchtbar, was hier passiert ist. Man weiß nicht, wem man danken soll, dass nichts Schlimmeres geschehen ist", stand dem bleichen Rektor Werner Klockner der Schrecken ins Gesicht geschrieben.

Das Gebäude wird derzeit energetisch saniert. Zwei Firmen aus der Region hatten auf dem Flachdach der früheren Regionalen Schule aus Holzbalken eine Unterkonstruktion für ein neues Pultdach gebaut. Am Vortag waren die Balken mit einer Folie bespannt worden, die gestern wie ein Segel wirkte. Eine der starken Böen, die laut Feuerwehr am Vormittag Geschwindigkeiten zwischen 40 und 80 Kilometern pro Stunde erreichten, schob sich unter die Folie und schmetterte die Holzbalken auf den Schulhof.

Ob die Holzkonstruktion, auf der die Dacheindeckung noch fehlte, dem Baufortschritt gemäß ausgeführt und verankert war - dazu wollten sich zunächst weder Einsatzleitung noch Vertreter der Baubehörden oder der beteiligten Handwerksfirmen gegenüber unserer Zeitung äußern. Feuerwehr und Technisches Hilfswerk räumten am Nachmittag den Schulhof von den Trümmern frei. Heute soll in der Realschule wieder normal unterrichtet werden. (Peter Kuntz)

RZO