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Sony: 3D-Systeme und LCDs mit Triple-HD-Tuner

Berlin Der japanische Elektronik-Riese Sony setzt auf neuartige dreidimensionale Unterhaltungssysteme.

Das kündigte der Hersteller zum Auftakt der Funkausstellung IFA in Berlin (4. bis 9. September) an.

Sony-Chef Howard Stringer präsentierte auf der IFA in Berlin ein 3D-System («real 3D») für Kinos, Fernsehgeräte und die Spielekonsole Playstation 3, mit dem Bilder dreidimensional darstellt werden können. Das Filmstudio Sony Pictures wird zum Auftakt der Initiative einen 3D-Animationsfilm («Cloudy with a chance of meat balls») in die Kinos bringen. «3D ist auf dem Weg - und Sony wird es nach Hause führen», sagte Stringer.

In Großbritannien plane der Privatsender Sky einen speziellen Kanal für 3D-Sendungen. So sollen beispielsweise auch Fußball-Spiele der Uefa in 3D aufgezeichnet werden. Zum betrachten der Inhalte ist eine spezielle 3D-Brille notwendig.

Über das Playstation Network , mit dem Sony-Spielekonsolen mit dem Internet verbunden werden können, will Sony künftig auch Filme in hoher Auflösung vertreiben. Vom kommenden November an sollen Produktionen der großen Hollywood-Studios in «bedeutenden europäischen Märkten» verkauft und verliehen werden. In Deutschland startet das HD-Angebot in 2010.

Bei den neuen LCD-Modellen der Bravia-Serie setzt Sony auf eingebaute Triple-HD-Tuner. Die Geräte der Serien V5800, W5800 und Z5800 können damit das hochauflösende Fernsehen sowohl über Kabel (DVB-C) und Satellit (DVB-S) als auch über DVB-T empfangen, wenn darüber entsprechende Signale gesendet werden. Das macht eine Settop-Box für den HD-Empfang überflüssig. Außerdem unterstützen die genannten Geräte dabei CI+, wie Sony mitteilte. CI+ ist der kommende Standard für den Zugriff auf kostenpflichtige TV-Programme.

Weitere Informationen zur Funkausstellung: www.ifa-berlin.de Wie funktioniert 3D-Fernsehen? Das 3D-Fernsehen beruht auf der Technik der Stereoskopie. Dafür wird eine Szene mit zwei Kameras aufgenommen, die im mittleren Augenabstand voneinander montiert sind. Auf diese Weise entstehen zwei «Halbbilder», die jeweils nur für ein Auge gedacht sind. Für die Betrachtung gibt es verschiedene Möglichkeiten: Klassische Stereoskope haben beispielsweise zwei Okulare, durch die jedem Auge das passende Halbbild gezeigt wird. Im Hirn entsteht durch die Kombination der Halbbilder ein räumlicher Eindruck. Durch ein solches Stereoskop kann jedoch nur ein Betrachter zur Zeit gucken.

Gedruckte oder projizierte 3D-Bilder können dagegen von mehreren Zuschauern betrachtet werden. Meist werden dazu die Halbbilder mit einem optischen Trick voneinander getrennt. Am bekanntesten sind die sogenannten Anaglyphen, die durch eine Rot-Grün-Brille betrachtet werden müssen. Dabei werden die beiden Halbbilder in die Komplementärfarben Rot und (Blau-)Grün eingefärbt und etwa auf eine Leinwand projiziert. Der Betrachter muss die Rot-Grün-Brille aufsetzen, durch die jeweils für ein Auge ein Halbbild ausgeblendet wird. Wieder entsteht durch die Kombination der beiden Halbbilder im Gehirn ein räumlicher Eindruck. Wegen der benutzten Farbtrennung lassen sich auf diese Weise aber nur Schwarz-Weiß-Bilder wiedergeben.

Für 3D-Farbbilder werden die Halbbilder durch die sogenannte Polarisation des Lichts getrennt: Alle Lichtwellen besitzen eine Schwingungsebene. In einem normalen Lichtstrahl kommen in der Regel alle Schwingungsebenen gleichmäßig vor. Mit einer kleinen Blende lassen sich jedoch Schwingungsebenen sortieren. So wird etwa das eine Halbbild mit senkrechter und das andere mit waagerechter Schwingungsebene ausgestrahlt. Die zugehörige Spezialbrille lässt an jedem Auge jeweils nur eine der beiden Schwingungsebenen durch. So sieht jedes Auge nur «sein» Halbbild, das Hirn mischt daraus den dreidimensionalen (3D) Eindruck. Es gibt auch eine Reihe von Projektionstechniken, die keine Brille zur Betrachtung erfordern, sie haben sich jedoch wegen verschiedener technischer Schwierigkeiten bislang nicht durchgesetzt.

Das Stereoskop war bereits in den 1830er Jahren von dem Briten Charles Wheatstone erfunden worden. Die ersten 3D-Filmvorführungen zeigten Anfang des 20. Jahrhunderts die Brüder Auguste und Louis Lumière.

dpa-infocom


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