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Disney: Verbraucher wollen 3D auch zuhause

Berlin Das Hollywood-Studio Disney sieht angesichts des 3D-Booms im Kino eine starke Nachfrage der Verbraucher nach dreidimensionalen Bildern auch auf dem heimischen Fernseher.

«Uns erreichen ständig Nachfragen von Verbrauchern, wann sie 3D-Bilder auch zuhause bekommen können», sagte Disney-Manager Ben Carr der Deutschen Presse-Agentur dpa auf der Funkausstellung IFA in Berlin. «Unsere Umfragen zeigen auch, dass die Menschen durchaus bereit sind, dafür mit Spezialbrillen im Wohnzimmer zu sitzen. Die Verbraucher sagen uns ganz klar: Wir wollen 3D zuhause.»

Auf der IFA haben die japanischen Elektronik-Riesen Sony und Panasonic 3D-taugliche Fernseher und Blu-ray-Abspielgeräte für das kommende Jahr angekündigt. Carr ist auch Vorsitzender einer Task-Force des Blu-ray-Industrieverbandes BDA, die einen Standard für 3D-Video entwickeln soll. «Damit wollen wir einen Formatkrieg beim dreidimensionalen Video verhindern», betonte Carr. Es widersprach auch der Analysten-Einschätzung, die Systeme von Sony und Panasonic würden nicht miteinander kompatibel sein. Beide Unternehmen arbeiteten in der Standardisierungsgruppe zusammen.

Die Spezifikationen für die 3D-Videotechnik sollen bis Ende des Jahres stehen. Die Schwierigkeit sei bisher, die unterschiedlichen Anforderungen unter einen Hut zu bringen. «Die einen wollen den Preis niedrig halten, die anderen legen besonderen Wert auf Qualität.» Es sei auf jeden Fall abzusehen, dass für die Bearbeitung der 3D-Bilder mehr Rechenleistung in den Geräten notwendig sein wird.

Carr räumte ein, dass Disney besonders stark an einem Durchbruch der 3D-Videotechnik interessiert sei. «Wir haben derzeit acht 3D-Filme im Angebot, vor allem weil wir in der Animationstechnik zuhause sind.» In diesem Herbst will Disney sogar die beiden ersten «Toy Story»-Filme in 3D-Versionen ins Kino bringen. Auch beispielsweise der Konkurrent DreamWorks Animation veröffentlicht inzwischen alle neuen Filme auch in dreidimensionalen Fassungen.

Die 3D-Ankündigungen von Sony und Panasonic waren auf der IFA von einigen Branchenbeobachtern und Wettbewerbern mit Skepsis aufgenommen worden. Unter anderem äußerten sie Zweifel, ob die Verbraucher bereit sind, nach dem Kauf von HD-Fernsehern erneut in neue - und teure - Technik zu investieren. Außerdem sei noch offen, ob die Menschen bereit sind, für das 3D-Erlebnis die Spezialbrillen in Kauf zu nehmen. Die Industriestandards sollen auch die spätere Entwicklung von Bildschirmen berücksichtigen, mit denen 3D-Bilder ohne Brillen betrachtet werden können, sagte Carr dazu.

Gespräch: Andrej Sokolow, dpa

dpa-infocom


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