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Viele Deutsche lehnen Schweinegrippe-Impfung ab

Hamburg Weit mehr als die Hälfte der Deutschen haben nicht vor, sich gegen die Schweinegrippe impfen lassen. Dieses Ergebnis wurde aus einer aktuellen Umfrage ermittelt.

Zum Start der Impfungen im Herbst werden 62 Prozent der Befragten die Spritze nach eigenen Angaben «auf keinen Fall» oder «wahrscheinlich nicht» in Anspruch nehmen, wie die DAK am Montag (7. September) in Hamburg mitteilte. Besonders stark ist die Ablehnung nach Angaben der Krankenkasse in Bayern und Baden-Württemberg: Dort erklärten nur je neun Prozent der Befragten, dass sie sich «ganz sicher» impfen lassen werden. Zum Vergleich: In Ostdeutschland waren es 23 Prozent, im bundesweiten Durchschnitt 14 Prozent.

«Unsere Umfrage zeigt derzeit ein realistisches Bild, da die meisten Erkrankungen in Deutschland zum Glück sehr milde verlaufen», sagte Horst Bölle von der DAK. «Sollte sich in einigen Wochen die Situation wieder verschärfen, wird dies sicher auch die Impfbereitschaft sprunghaft erhöhen.» Für die repräsentative Studie hat die Krankenkasse Anfang September 1001 Menschen im Alter von 18 bis 60 Jahren vom Forsa-Institut befragen lassen.

Vier Prozent der Deutschen sehen sich derzeit in «sehr großer» Gefahr, sich in den nächsten Wochen mit der Schweinegrippe anzustecken. 82 Prozent schätzen die Gefahr dagegen als «eher niedrig» oder «sehr niedrig» ein. Besonders niedrig ist die Angst vor einer Infektion in Bayern und Baden-Württemberg.

dpa-infocom


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