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Superwahljahr am Affenberg - Wer wird neuer Chef?

Salem Tierisches Superwahljahr am Affenberg im baden-württembergischen Salem: Die über 200 Berberaffen, die sich in dem Freigehege im Bodensee-Hinterland tummeln, werden spätestens im Herbst einen neuen Chef wählen.

«Zur Paarungszeit werden die Karten neu gemischt», weiß Parkleiter Roland Hilgartner. Denn der Boss der Bande namens «Adonis» ist angezählt. Der Affe - seit 2004 im Amt - hatte sich bei einer Rauferei die Oberschenkelknochen verletzt. Nun ist er zu schwach, um von seinen Artgenossen weiter als Anführer akzeptiert zu werden.

Der Wahlkampf hat schon begonnen. Drei Kandidaten wollen die Spitzenposition erobern und sammeln bereits Verbündete, wie Hilgartner beobachtet hat. Im Rennen sind «Augustus», jüngerer Bruder von «Adonis», sowie die ranghohen «Trikora» und «Lentigo». Auch wenn Familienbande eine große Rolle spielen, hat «Augustus» noch nicht gewonnen. Um gewählt zu werden, ist es wichtig, den Job auch zu wollen und vor allem, viele Anhänger um sich zu scharen. Diese sind von großer Bedeutung, wenn bei den Schrei-Kämpfen - einem normalerweise gewaltfreien Ritual - der Sieger gekürt wird. Besucher des Affenbergs werden von den Parkbetreuern laufend über die Wahlchancen der einzelnen Kandidaten informiert.

Und wie macht sich ein Berberaffe Freunde? Gut kommt es an, potenzielle Koalitionspartner bei Streitereien, etwa um Essbares, stets zu unterstützen. Beliebt macht sich ein Berberaffe auch, wenn er mal auf die Babys des anderen aufpasst. Der Nachwuchs auf dem Rücken signalisiert, dass sich das Tier in friedlicher Absicht nähert. So lassen sich freundschaftliche Bande zu den Artgenossen knüpfen und dabei Ansehen, Respekt und ein besonderer Rang in der Gruppe erarbeiten.

Weibchen übrigens haben bei der Affenwahl keine Chance. «Es steht immer ein männliches Tier an der Spitze, denn Männchen sind den Weibchen körperlich überlegen», erklärt der Parkleiter.

Der Affenberg besteht seit 1976 und gehört zu den Touristen-Attraktionen der Bodenseeregion. Die Tiere stammen aus den Bergregionen Marokkos und Algeriens und leben auf 20 Hektar in freier Natur.

Infos zum Freigehege: www.affenberg-salem.de Von Gisela Mackensen, dpa

dpa-infocom


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