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Weißstörche sammeln sich zum Flug gen Süden

Bergenhusen Die Weißstörche sammeln sich zum Abflug Richtung Süden.

Wenn die Vögel starten, kann jeder Tierfreund den Storchen-Zug live per Internet verfolgen.

Im Rahmen der auf vier Jahre angelegten internationalen Zugvogelkampagne «Born to Travel - Zum Fliegen geboren» haben NABU-Wissenschaftler in den vergangenen Wochen Weißstörche aus dem schleswig-holsteinischen Storchendorf Bergenhusen mit Satelliten-Sendern ausgerüstet. Die 30 Gramm schweren Solarsender können mehrere Jahre aktiv bleiben, sagte Storchenexperte Kai-Michael Thomsen vom Michael-Otto-Institut in Bergenhusen (Kreis Schleswig-Flensburg).

Störche gelten mit einem Gewicht von bis zu drei Kilogramm und zwei Metern Flügelspannweite als Segelflieger. Sie steigen mit warmen Aufwinden in die Höhe, um dann streckenweise im Gleitflug in ihre bis zu 10 000 Kilometer entfernten Winterquartiere zu wandern. Das kostet sie weniger Energie als der kräftezehrende Flügelschlag, erklärt Peter Marke vom Westküstenpark St. Peter-Ording (Kreis Nordfriesland).

Da über dem offenen Wasser des Mittelmeeres keine Aufwinde entstehen, nutzen die Störche zum Überqueren die Meerengen Bosporus im Osten und Gibraltar im Westen. Ein Großteil der Störche aus den alten Bundesländern sind sogenannte Westzieher. Sie überqueren das Mittelmeer über Gibraltar, um dann in den Savannen Westafrikas zwischen dem Senegal und Kamerun zu überwintern.

Die «Ostzieher» fliegen über den Bosporus und den Nahen Osten nach Nordafrika, um von dort entlang des Nils in die ost- und südafrikanischen Überwinterungsgebiete zu gelangen. Die Trennlinie zwischen den Ost- und den Westziehern - die sogenannte Zugscheide - geht nach Angaben des NABU mitten durch Deutschland von Holland über den Harz zu den Alpen.

Der Zug gen Süden ist den Vögeln angeboren, sagt Storchenexperte Kai Thomsen. Die jungen Störche starten zwei Wochen vor den Altstörchen gen Afrika, wo sie zwei bis drei Jahre bleiben. Erst wenn sie geschlechtsreif sind, kehren sie in die Brutgebiete zurück.

Es ist nicht die Kälte, sondern die Nahrungsknappheit im Winter, die die Tiere zum langen Zug in den Süden zwingt, sagt Storchenpfleger André Rose vom Wildpark Eekholt (Kreis Segeberg). Dabei verzichteten in den letzten Jahren immer mehr der Vögel bei der Westroute auf einen Besuch in Afrika und überwinterten stattdessen in Spanien.

Storchen-Zug im Netz: www.nabu.de/tiereundpflanzen/voegel/zugvoegel/borntotravel/ Von Wolfgang Runge, dpa

dpa-infocom


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