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Lang oder kurz: Drei Gene bestimmen Hundehaar

Washington Wenn es ums Haar geht, stellt der Hund sein Herrchen weit in den Schatten.

Mal lang und seidig, kurz und dicht gelockt oder struppig wie eine Drahtbürste: Forscher unterteilen die Haarpracht - das Fell - reinrassiger Vierbeiner in wenigstens sieben größere Kategorien.

Eine genetische Analyse zeigt jetzt , dass sich gerade drei Gene als «Coiffeure» der Hundewelt betätigen. Das Ergebnis beruht auf einer Erbgut-Untersuchung bei mehr als 1000 Hunden von 80 verschiedenen Rassen.

Terrier und Schnauzer verdanken ihren Bürstenschnitt einer Variante des RSPO2-Gens, entdeckten Edouard Cadieu und Kollegen vom Genomforschungsinstitut der USA in Bethesda bei Washington. Das seidige Fell der Cocker-Spaniels, Pomeraner und Chihuahuas stammt vom FGF5-Gen, schreiben die Forscher im Wissenschaftsjournal «Science» vom Freitag. Die dichte Lockenpracht des irischen Wasserspaniels wiederum wird von einer Variante des Gens KRT71 produziert.

Pudel und portugiesische Wasserhunde vereinen alle drei Gene in sich. Bo, derzeit prominentester Vertreter der Wasserhunde mit ihrem gewellten Haar und kleinen Schnauzbart, teilt das Weiße Haus mit Amerikas First Family.

Ob die gleichen Gene für Variationen des menschlichen Haarschopfs verantwortlich sind, ist noch nicht erforscht. Fest steht aber, dass zwei der drei Erbanlagen am Erscheinungsbild von Katzen und Mäusen mitwirken.

dpa-infocom


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