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Rollende Praxis bringt Hilfe für Vierbeiner

Bremen Der große gelbe Lastwagen bringt schnelle Hilfe für kranke Hunde, Katzen oder Kaninchen.

Wenn die mobile Bremer Tierarztpraxis «Roll Doc» um die Ecke biegt, versammeln sich sofort einige Neugierige und versuchen einen Blick in das Innere zu erhaschen.

Auf engem Raum ist in dem fast acht Meter langen Wagen vieles möglich: Behandlungen, kleine Operationen oder Ultraschall. Vor fünf Jahren hatten Regina Bossow und ihr Mann die Idee zu «Roll Doc»: «Es war immer unbefriedigend, Hausbesuche zu machen, weil man nie alles dabei hatte», berichtet die 54-Jährige. «Also ließen wir einen Wagen ausbauen und stellen nun die Praxis vor die Haustür.»

Insgesamt gehören drei Tierärzte zum «Roll Doc»-Team, sie teilen sich die Behandlungszeiten untereinander auf. Ihr Weg führt nicht nur nach Bremen, sondern auch ins Umland. Die medizinische Versorgung wird nach Angaben von Bossow nach der Gebührenordnung für Tierärzte berechnet - die Anfahrt allerdings müssen Herrchen und Frauchen extra bezahlen. Sie vereinbaren per Telefon einen Termin für ihre Vierbeiner und schon kommt die Praxis auf Rädern zum Wohnhaus.

Einer der Patienten ist an diesem Tag der dreijährige Rüde Connor der Familie Medzech. Zitternd steht der Mischling vor den Stufen, die in die mobile Praxis führen. Viel Geduld, Leckerli und Überredungskünste sind vergebens, schließlich muss Reiner Medzech das Tier zum Behandlungstisch tragen. Dort hört Bossow den Hund ab, gibt ihm eine Spritze. «War doch gar nicht so schlimm», tröstet sie anschließend und krault ihn.

Auch wenn Connor noch immer skeptisch guckt, sind sich die Medzechs sicher, dass ein Besuch in einer normalen Praxis dem Hund noch viel weniger gefallen hätte. Das gemeinsame Warten mit anderen Tieren vor der Behandlung hätte ihn zu sehr gestresst, meint Vanessa Medzech. Kaum hat Connor den Wagen verlassen, müssen Bossow und ihre Kollegin Nadine Wüppesahl (34) auch schon zum nächsten Patienten. Bossow klettert auf den Fahrersitz des Lastwagens und lässt den Motor an.

Einige Straßen weiter steht Elke Dorn mit ihrem neuen Kater Mika zur verabredeten Zeit vor ihrem Haus. Das schwarz-weiße Tier hat eine Milbeninfektion. Seine Besitzerin ist froh, dass sie mit dem Vierbeiner nicht weit muss und findet die «Roll Doc»-Idee einfach «total praktisch». «Ich will mit dem Kater nicht so viel durch die Stadt fahren, weil er so ängstlich ist», sagt sie. Nach Einschätzung der Tierärztekammer Bremen profitieren vor allem ältere Menschen von dem Modell: «Es ist ein gutes zusätzliches Angebot für Leute, die nicht so beweglich sind», sagt Präsident Ernst-Ulrich Koch.

Webseite der mobilen Tierarztpraxis: www.roll-doc.de Von Stephanie Lettgen, dpa

dpa-infocom


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