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Argentinien zittert vor «Schicksalsspiel»

Buenos Aires Die Fußball-Nation Argentinien zittert.

Gegen Paraguay muss am 9. September ein Sieg her, sonst ist die Qualifikation für die WM 2010 in Südafrika ernsthaft in Gefahr.

«Das wird sehr, sehr hart» , sagte «Albiceleste»-Trainer Diego Maradona, «aber ich schaue wie verrückt nach vorne. Wir müssen weitermachen, wir dürfen uns nicht aufgeben, und wir fahren nach Paraguay mit dem Wissen, dass wir es schaffen können.» Drei der jüngsten vier Qualifikationsspiele haben die Argentinier aber verloren. Der Schock nach dem 1:3 gegen Brasilien sitzt tief. Rund zwei Drittel der Fans glauben laut einer Internetumfrage der argentinischen Zeitung «Clarín» schon nicht mehr an die direkte Qualifikation. Zudem kann sich Gegner Paraguay mit einem Sieg selbst das WM-Ticket sichern.

«Wie schön waren die problemlosen Qualifikationen mit Passarella, Bielsa und Pekerman», schreibt «Clarín» und trifft mit dieser Erinnerung an vergangene Trainer-Zeiten Maradona mitten ins Herz. Denn schon lange geht es nicht mehr nur um die WM-Teilnahme, es geht auch um die Zukunft des argentinischen Fußball-Idols. Es mehren sich die Kritiker, die laut an seinen Trainer-Fähigkeiten zweifeln.

Er schaffe es nicht, aus herausragenden Einzelspielern wie Lionel Messi, Javier Mascherano oder Maxi Rodríguez eine funktionierende Mannschaft zu formen. Auch sein Rückhalt im argentinischen Verband AFA scheine zu schwinden, schreibt die argentinische Zeitung «Crítica» und zitiert einen ranghohen AFA-Funktionär: «Bis zum Ende der Partie gegen Paraguay hat er unsere volle Unterstützung. Aber wenn wir verlieren, dann erwarten wir, dass er zur Seite tritt.»

Maradona dementierte nach dem Brasilien-Spiel zunächst jegliche Rücktrittsgerüchte. «Diese Niederlage zerbricht mich nicht, ich mache weiter.» Trotzdem: So knapp war es für seine Elf in der WM- Qualifikation zuletzt vor 16 Jahren. Selbst wenn die Argentinier die überraschend starke Elf aus Paraguay schlagen, haben sie das WM- Ticket noch nicht in der Tasche. Mit 22 Punkten dümpelt die «Albiceleste» auf dem vierten Tabellenplatz, dicht bedrängt von Kolumbien (20), Ecuador (20), Uruguay (18) und Venezuela (18).

Das bereits qualifizierte Brasilien (30) und die Mannschaften aus Chile (27) und Paraguay (27) liegen in weiter Entfernung. Nur die ersten vier qualifizieren sich direkt, der fünfte muss in die Relegation gegen ein Team aus Nord- und Mittelamerika.

Zumindest zwei Argentinier können mit Siegen die Qualifikation perfekt machen: Chile-Trainer Marcelo Bielsa und Paraguay-Coach Gerardo Martino. Chile muss auswärts gegen die Brasilianer ran, die jedoch nach der vorzeitigen Qualifikation ohne ihre Superstars Kaká, Robinho, Lúcio und Luís Fabiano antreten. Schenken wird die alles dominierende Mannschaft der Qualifikation den Chilenen trotzdem nichts: «Wir wollen gleich zu Anfang ein Tor schießen», stellte Stürmer Adriano klar, «so zwingen wir die Chilenen, hinten aufzumachen, und dann haben wir den Weg frei.» Von Christina Horsten, dpa

dpa-infocom


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