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Wie werde ich...? Innenarchitekt

Wismar/Bonn Ob es um die Gestaltung eines Hauses nach Feng-Shui-Art oder die Lichtplanung für ein Shoppingcenter geht - Innenarchitekten bietet sich ein weites Tätigkeitsfeld.

Kreativität wird in diesem Beruf großgeschrieben. Allerdings müssen Absolventen ihre Ideen zu Einrichtungsfragen und Raumgestaltung auch verkaufen können. Und sie sollten sich nicht nur im Designerbüro, sondern auch auf der Baustelle zu Hause fühlen.

Innenarchitekten könnten mit ihren Ideen «die Welt um uns herum ein wenig menschbezogener und erlebbarer machen», sagt Prof. Achim Hack von der Fakultät Gestaltung der Fachhochschule Wismar in Mecklenburg-Vorpommern. Für den Job sei neben einer Portion Begabung aber auch viel Engagement und Herzblut nötig, um die eigenen Konzepte auch verwirklichen zu können.

«Innenarchitektur ist aber nicht nur Wohnungsverschönerung und Kissen knicken», sagt Bernhard Smits vom Bund Deutscher Innenarchitekten (BDIA) mit Sitz in Bonn. «Es geht mehr um Raumgestaltung bei Arztpraxen, Friseuren, Geschäften.» In der Regel arbeiten Innenarchitekten im privaten Wohnungsbau, designen Möbel oder entwickeln Raumstrukturen für Foyers, Museen oder Restaurants. Am Anfang steht nach BDIA-Angaben immer die Auseinandersetzung mit den Menschen, die die geplanten Räume nutzen werden. Ihr Wohlbefinden müsse im Planungsprozess bedacht werden.

Bei der Gestaltung von Räumen seien neben technischen und wirtschaftlichen auch ökologische Fragen zu beachten, erläutert Adriana Galunic von der Bundesagentur für Arbeit in Nürnberg. Dabei beraten und vertreten Innenarchitekten nach ihren Worten den Bauherren in allen Fragen rund um die Planung und Ausführung eines Bauvorhabens. Sie arbeiteten hauptsächlich in spezialisierten Büros und in Ateliers für Industrie- oder Möbeldesign. Aber auch bei Raumausstattern kommen Innenarchitekten unter. «Darüber hinaus können sie auch bei Möbelherstellern, Bauträgern, Denkmalschutzbehörden oder an Hochschulen tätig sein.»

Wer Innenarchitekt werden will, sollte die Schule mit dem Abitur in der Tasche verlassen haben. «Innenarchitektur kann man an Fachhochschulen und Kunsthochschulen studieren», erklärt Galunic. «Das Fach kann eigenständig absolviert werden.» Prof. Hack zufolge ist das Studium in Ausnahmefällen auch mit mittlerer Reife oder einem Hauptschulabschluss möglich, wenn Bewerbern eine besondere künstlerische Eignung attestiert wird. «Das Bestehen einer künstlerischen Eignungsprüfung ist zudem in den meisten Fällen Voraussetzung für die Aufnahme des Studiums.»

Auch ein handwerkliches Vorpraktikum ist häufig verpflichtend. Es rundet nach Hacks Worten zusammen mit dem studienbegleitenden Berufspraktikum die Ausbildung ab. BDIA-Experte Smits empfiehlt, vor oder während des Studiums ein paar Wochen in einer Schreinerei mitzuarbeiten. Der Umgang mit Holz und die dreidimensionale Formgebung seien später im Job wichtig.

Studenten in dem Fach erhalten heute in der Regel nach drei bis vier Jahren einen Bachelor. Damit sei häufig ein direkter Berufseinstieg möglich, sagt Galunic. Smits rät, danach noch den Master zu machen, damit man in die Listen der Architektenkammern aufgenommen wird. Der Bachelor reiche dafür nicht. Das sei besonders für selbstständige Innenarchitekten wichtig. «Der Begriff Innenarchitekt ist geschützt. Man kann sich nicht Innenarchitekt nennen, wenn man nicht auf der Liste steht.»

Karrierechancen haben Absolventen nach Hacks Einschätzung nicht nur in Deutschland, sondern auch in anderen Ländern. «Gerade im außereuropäischen Ausland sind Gestalter und Innenarchitekten mit deutschem Bildungshintergrund äußerst gefragte Projektpartner.» Auch in Deutschland bestehe trotz der Wirtschaftskrise weiter Bedarf an qualifizierten Innenarchitekten.

Bund Deutscher Innen Architekten: www.bdia.de Einkünfte schwanken stark Wie viel Geld fertige Innenarchitekten verdienen, hängt stark von ihrer Qualifikation und dem jeweiligen Projekt ab. Die Entlohnungsmodelle reichten von «besseren Praktikumsgehältern bis hin zu leistungsgebundenen Honorarverträgen auf Basis einer freiberuflichen Tätigkeit», sagt Prof. Achim Hack von der Fachhochschule Wismar. Die Bundesagentur für Arbeit gibt für den Bruttolohn rund 3400 bis gut 3800 Euro im Monat als Richtwerte an. Von Angelika Röpcke, dpa

dpa-infocom


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