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Wie werde ich...? Handelsfachwirt

Würzburg/Springe Der Handel ist bei jungen Menschen ein beliebtes Berufsfeld.

Viele möchten aber nicht nur hinter dem Ladentisch stehen, um T-Shirts, Wurst oder Laminat zu verkaufen.

Etliche Nachwuchskräfte wollen irgendwann mehrere Shopping-Häuser betreuen, Marketingkonzepte für Supermärkte entwickeln oder mit Baumarkt-Großkunden verhandeln. Wer sich beruflich weiterentwickeln möchte, kann sich zum Handelsfachwirt oder zum Handelsassistenten weiterbilden. Berufsbegleitend oder in Vollzeit - mit der bestandenen Prüfung können sich einige Karrierechancen ergeben und meistens auch die Perspektive auf mehr Geld.

«Handelsfachwirte werden mit Führungsaufgaben oder qualifizierten Spezialistentätigkeiten betraut», erklärt Jürgen Haag von der Akademie Handel aus Würzburg. «Diese Ausweitung der Verantwortung und die damit verbundene interessantere Aufgabe ist regelmäßig mit einer höheren Bezahlung verbunden.» Umfragen bei ehemaligen Teilnehmern der Fortbildung hätten ergeben, dass fünf Jahre nach dem Abschluss das Gehalt im Schnitt um etwa 600 Euro höher liegt als zuvor.

Die Mehrheit derjenigen, die diese Fortbildungen machen, habe einen Realschulabschluss, sagt Gordon Schenk vom Deutschen Industrie- und Handelskammertag (DIHK) in Berlin. 2008 hätten rund 4900 Männer und Frauen die Prüfungen abgelegt. In der Regel verfolgen sie damit drei Ziele: «Ich will meinen Arbeitsplatz sichern. Ich will mehr Geld verdienen, und ich will Karriere machen», sagt Schenk. «Diese Erwartungen werden auch weitestgehend erfüllt.»

Wer Handelsfachwirt oder -assistent werden will, kann an Berufs- und Fachschulen, Handelsakademien, Volkshochschulen oder zu einer privaten Einrichtung gehen. Auch das Bildungszentrum des Einzelhandels (BZE) in Springe (Niedersachsen) hat sich auf diese Weiterbildungen spezialisiert. Handelsfachwirte kennen sich nach Worten von Vizedirektor Norbert Hitter sowohl im Einzelhandel als auch im Großhandel aus. Die Fortbildung zum Handelsassistenten sei zwar gleichwertig, diese Experten legen ihr Hauptaugenmerk aber auf den Einzelhandel.

«Handelsassistent ist eine reine Weiterbildung für junge Leute im Einzelhandel, die direkt im Vertrieb sind und Team- oder Filialleiter werden wollen», erläutert Hitter. Bei der täglichen Arbeit haben diese Experten mit Kunden, Ware und dem Personal zu tun. Daneben kümmern sie sich um das Marketing und die Warenpräsentation in ihren Filialen. Wer bereits eine abgeschlossene Berufsausbildung und ein Jahr Erfahrung im Job hat, legt die Prüfung zum Handelsassistenten bei berufsbegleitendem Lernen in der Regel nach 18 Monaten ab. Für Abiturienten dauert es drei Jahre, weil sie zuvor eine Ausbildung zum Kaufmann/-frau im Einzelhandel machen müssen.

Bei der Schulung zum Handelsfachwirt seien die Voraussetzungen dieselben, erklärt Hitter. Zugleich weist er darauf hin, dass auch Handwerker und Handelsfremde die Weiterqualifizierungen machen können. «Die brauchen aber zwei Jahre Berufserfahrung im Handel» - ein gelernter Tischler müsse also beispielsweise 24 Monate in der Holzabteilung eines Baumarktes gearbeitet haben. Auch für diejenigen, sich sich später selbstständig machen möchten, empfiehlt Hitter den Handelsfachwirt. Denn in der Weiterbildung werden auch Themen wie Controlling, Logistik und Unternehmensführung angesprochen. Wer noch mehr lernen will, kann laut DIHK-Sprecher Schenk mit dem Betriebswirt noch eins draufsetzen.

Informationen: Bildungszentrum des Einzelhandels Niedersachsen (BZE), Kurzer Ging 47, 31832 Springe

Bildungszentrum des Einzelhandels Niedersachsen: www.bze-springe.de

Akademie Handel: www.akademie-handel. de Arbeitgeber tragen Kosten nur zum Teil Die Weiterbildung zum Handelsfachwirt oder Handelsassistenten gibt es nicht umsonst. «Zum großen Teil wird das vom Teilnehmer getragen», erläutert Gordon Schenk vom Deutschen Industrie- und Handelskammertag in Berlin. Die Arbeitgeber würden ihren Mitarbeitern in der Regel aber Freizeit geben, damit diese sich weiterbilden können. Große Unternehmen wie Warenhäuser haben oft ein Interesse daran, dass ihre Beschäftigten gut qualifiziert sind und bezahlen die Fortbildung häufig dann auch.

Die Kosten können je nach Bildungseinrichtung unterschiedlich sein. «Sie belaufen sich auf circa 3260 Euro inklusive Material - hinzu kommen allerdings noch IHK-Prüfungsgebühren», erklärt Jürgen Haag von der Akademie Handel aus Würzburg die Bedingungen seines Hauses. «Für berufsbegleitende und Vollzeitstudiengänge gibt es eine wunderbare Fördermöglichkeit: Das sogenannte Meister-Bafög schenkt den Teilnehmern 30,5 Prozent der Studiengangskosten.» Den Rest müssten Interessierte zum Beispiel über Darlehen finanzieren. Von Angelika Röpcke, dpa

dpa-infocom


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