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Wissenschaft

«Hubble»-Teleskop begeistert mit Superbildern

Washington Das im Mai reparierte und verjüngte «Hubble»-Weltraumteleskop hat seine Feuerprobe bestanden.

Die US-Raumfahrtbehörde NASA veröffentlichte am Mittwoch erste Aufnahmen, die das Observatorium mit seinen neuen Instrumenten gemacht hat - wahre Leckerbissen für die Wissenschaft.

Sie sind auch ein Beweis für die «spektakulären» technischen Verbesserungen, wie NASA-Vertreter in Washington vor Journalisten schwärmten. Jubel gab es auch bei der ESA: «Hubble» ist ein gemeinsames Projekt der NASA und der Europäischen Weltraum-Agentur.

Unter anderem lieferte das Teleskop äußerst scharfe und farbenprächtige Aufnahmen des schmetterlingförmigen Nebels NGC 6302 und der Balken-Spiralgalaxie NGC 6217. Die Bilder haben eine derart schillernde Leuchtkraft mit Lichteffekten wie ein Glorienschein, dass Experten von einer «himmlischen Schönheit» sprachen.

«Das markiert einen neuen Beginn für "Hubble"», fasste Ed Weiler von der NASA zusammen. Das Observatorium sei «deutlich mächtiger als jemals zuvor» und gut dafür gerüstet, weit bis ins nächste Jahrzehnt hinein zu arbeiten. Die Begeisterung über die Qualität der Bilder könne nicht größer sein.

Auch die ESA wertete die neuen Aufnahmen als eine weitere Bestätigung für den Sinn und Nutzen «dieser wundervollen Mission». Die Europäer seien stolz, Teil davon zu sein, erklärte der ESA- Direktor für Wissenschaft und Robotische Forschung, David Southwood.

«Hubble» war Mitte Mai von Astronauten des Space-Shuttle «Atlantis» in einer Serie spektakulärer und riskanter Einsätze im Freien aufpoliert worden. Unter anderem erhielt das Teleskop zwei neue Kameras, darunter eine neue Weitsicht-Spezialkamera, die noch wesentlich tiefer in die unendlichen Weiten des Universums schauen kann als frühere Modelle. Zwei weitere Kameras wurden repariert. Die Astronauten wechselten außerdem einen Computer, Batterien, Sensoren und Gyroskope - Schwingkreisel zur exakten Ausrichtung des Observatoriums - aus. Das alles soll sicherstellen, dass das 1990 im All ausgesetzte Observatorium noch mindestens fünf Jahre weiterarbeiten kann.

dpa-infocom