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Neue Technologien: Die Wärme der Zukunft

Hamburg Wegen der Endlichkeit fossiler Energieträger wird Energie in Zukunft immer teurer.

Darauf stellt sich auch die Heizungsbranche mit neuen Entwicklungen ein.

«In den Entwicklungslaboren der Heizgerätehersteller wird an möglichen alternativen Anlagenkonzepten gearbeitet, die mehr Energie aus Brennstoffen herausholen», sagt Alexander Fack vom Institut für wirtschaftliche Oelheizung (IWO) in Hamburg. Auch ökologische Gesichtspunkte spielten angesichts der drohenden Klimakatastrophe bei derartigen Projekten eine Rolle.

«Stand der Technik bei Öl- und Gasheizungen sind Brennwertkessel.» Mit einer Energieausnutzung von nahezu 100 Prozent erfüllten Brennwertgeräte bereits die Anforderung höchstmöglicher Effizienz. Durch die Einbindung regenerativer Energieträger könne eine solche Heizungsanlage optimiert werden. Bewährt habe sich hier die Kombination der Brennwerttechnik mit Solarthermie zur Warmwassererzeugung und Heizungsunterstützung.

Bauherren, die auf ihrem Hausdach Sonnenenergie erzeugen wollen, müssen nicht allein auf Solarthermie-Anlagen setzen. Solarstrom lässt sich auch mit einer Photovoltaik-Anlage gewinnen, die selbsterzeugten Strom in das öffentliche Netz eingespeist.

«In der Vergangenheit mussten sich Bauherren für eines der beiden Systeme entscheiden», sagt Ralf Koch vom Hersteller Solarhybrid aus Brilon in Nordrhein-Westfalen. Als nach eigenen Angaben weltweit einziger Hersteller biete Solarhybrid nun einen Hybrid-Kollektor an, der Solarthermie und Photovoltaik in einem Kollektor vereinigt. Für Hausbesitzer zahle sich die Investition doppelt aus: Der Kollektor spare Heizkosten und verdiene gleichzeitig Geld durch den Stromverkauf.

Als Innovation werden auch die stromerzeugenden Heizungen in Einfamilienhäuser Einzug halten. «Marktgängig sind heute schon kleine Blockheizwerke (BHKW), die gleichzeitig Wärme und Strom erzeugen», sagt Thorsten Formanski von der Arbeitsgemeinschaft für sparsamen und umweltfreundlichen Energieverbrauch in Essen.

Mini-Blockheizkraftwerke funktionieren nach dem Prinzip der Kraft-Wärme-Kopplung. Ihre Funktionsweise lässt sich mit der des Autos erklären. Beim Auto treibt der Motor das Fahrzeug an und liefert auch Wärme für die Heizung. Genauso passiert dies bei motorbetriebenen Miniblockheizwerken. Hier treibt ein Motor einen Generator an und erzeugt damit Strom. Die Wärme aus den Abgasen wird über einen Wärmetauscher an das Heizwasser abgegeben.

«In großen Mehrfamilienhäusern rechnet sich bereits heute der Einsatz von kleinen Blockheizkraftwerken», erläutert Formanski. Zukünftig werden aber auch Anlagen verfügbar sein, die als Strom erzeugende Heizungen für das Einfamilienhaus geeignet sind. Diese Mikro-Kraft-Wärme-Kopplungs-Technologie werde bereits in zahlreichen Feldversuchen erprobt. Die Marktgängigkeit dieser Anlagen werde in zwei oder drei Jahren erwartet.

Auch an der Technik der Wärmepumpe wird weitergeforscht. Heizungswärme wird bei der Wärmepumpe nicht durch Verbrennung, sondern durch Entzug der in der Luft, im Wasser oder im Erdreich gespeicherten Sonnenwärme gewonnen. Diese Wärme werde durch einen - in Ein- und Zweifamilienhäusern heute meist mit Strom betriebenen - Verdichter auf die benötigte Heiztemperatur angehoben und anschließend an die Heizung abgegeben.

Mit Strom betriebene Wärmepumpen sind nicht unumstritten. Die Hersteller arbeiten hier nach Auskunft von Fack und Formanski an der Entwicklung von Gas- und Ölwärmepumpen. Der Vorteil: Solche Pumpen nutzen Umweltwärme und statt Strom Erdgas oder Öl als Primärenergie. «Gas-Wärmepumpen werden bereits seit vielen Jahren im gewerblichen Bereich erfolgreich eingesetzt», berichtet Formanski. Im Einfamilienhaus sei die Gas-Wärmepumpe aber noch Zukunftsmusik. Von Stephanie Hoenig, dpa

dpa-infocom


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