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Pleite für deutsche Basketballer: Nun droht EM-Aus

Bydgoszcz Rückschlag statt Einzug ins Viertelfinale: Die Chance auf den Sprung in die Endrunde hat die junge deutsche Basketball-Nationalmannschaft bei der EM in Polen mehr gelähmt als angetrieben und zu einem 75:86 (36:36)-Debakel gegen Mazedonien geführt.

«Wir waren zu angespannt und zu nervös», sagte Bundestrainer Dirk Bauermann, der seinem Team aber keinen Vorwurf machen wollte. «Natürlich haben wir schwach gespielt. Aber man konnte nicht erwarten, dass es immer so weitergeht und die Mannschaft ihr Niveau noch steigern kann. Es geht nicht immer nur aufwärts», meinte der Coach. «Der Schlüssel heute war, dass es uns nicht möglich war, Sicherheit ins Spiel zu bringen.»

Trotz der unerwartet klaren Niederlage hat es die Auswahl des Deutschen Basketball Bundes (DBB) weiter selbst in der Hand, sich für das Viertelfinale zu qualifizieren. Durch den 68:65 (39:32)-Sieg von Russland gegen Griechenland in der zweiten Partie des Tages schaffen die Bauermann-Schützlinge bei einem Erfolg gegen Kroatien auf jeden Fall den Sprung in die Endrunde nach Kattowitz. «Natürlich kribbelt es da schon wieder. Die Mannschaft will sich nicht nur mit einem Sieg von der EM verabschieden, sondern sich mit einem weiteren Erfolg zur Endrunde nach Kattowitz verabschieden», sagte DBB-Präsident Ingo Weiss.

Den deutschen Spielern war all die Rechnerei nach dem enttäuschenden Spiel gegen Mazedonien egal. «Egal was die anderen machen. Wir wollen das letzte Spiel gegen Kroatien unbedingt gewinnen», sagte Robin Benzing, der sich nach seiner starken Vorstellung gegen Griechenland dieses Mal mit sechs Punkten begnügen musste. «Wir müssen uns gegen die sehr starken Kroaten wieder mehr auf unser Spiel konzentrieren als auf mögliche Rechenspiele. Heute haben wir nicht so mannschaftsdienlich gespielt wie in den Spielen zuvor», kritisierte Bauermann.

Lucca Staiger wollte sich ebenfalls nicht mit möglichen anderen Ergebnissen befassen. «Wir müssen die Niederlage schnell abhaken und uns dann einfach professionell auf die nächste Aufgabe vorbereiten», sagte der 21-Jährige, der in Bydgoszcz mit 14 Punkten bester Werfer im deutschen Team war. Zudem trafen Patrick Femerling (13), Tim Ohlbrecht (12) sowie Heiko Schaffartzik und Demond Greene (je zehn) zweistellig. Star der Partie war aber der 35 Jahre alte mazedonische Spielmacher Vrbica Stefanov, der sein Team mit 25 Punkten zum Sieg führte. «Wir haben nicht gut verteidigt. Gegen die Kroaten müssen wir in der Defensive deutlich zulegen, dann haben wir auch wieder eine gute Chance», sagte Jan-Hendrik Jagla.

Vor nur 1500 Zuschauern in der Sports Arena Luczniczka zeigten die deutschen Korbjäger insgesamt eine ganz schwache Vorstellung. Kaum ein Akteur fand zu seiner Normalform, vor allem von den Routiniers kam zu wenig. «Natürlich hätte ich mir gewünscht, dass da mehr gekommen wäre. Doch auch für sie ist die Situation nicht einfach. Sie haben mit Dirk Nowitzki die Verantwortung jahrelang delegieren können», sagte Bauermann. «Die Niederlage ist insgesamt kein Beinbruch.»

Für Deutschland war es im fünften Vergleich mit den erst zum zweiten Mal für eine EM qualifizierten Mazedoniern die zweite Niederlage. In der Vorbereitung hatte es gegen den Gegner einen Sieg und eine Niederlage gegeben. Gegen den nächsten Kontrahenten Kroatien hatte es in diesem Sommer zwei Niederlagen gesetzt. «Das interessiert mich nicht. Wir müssen selbst wieder zu unserem Spiel finden, dann ist in 40 Minuten alles möglich», sagte Bauermann zuversichtlich.

dpa-infocom


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