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Devisen: Euro gerät nach neuem Jahreshoch unter Druck

FRANKFURT - Der Kurs des Euro hat am Donnerstag zwischenzeitlich ein neues Jahreshoch bei 1,4606 US-Dollar erreicht. Das war der höchste Stand seit Dezember 2008. Im Nachmittagshandel geriet die europäische Gemeinschaftswährung jedoch unter Druck und wurde mit 1,4527 Dollar gehandelt. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs zuvor auf 1,4545 (Mittwoch: 1,4522) Dollar festgesetzt. Der Dollar kostete damit 0,6875 (0,6886) Euro.

"Der kurzzeitige Anstieg des Euro auf über 1,46 US-Dollar ist durch die in den USA überraschend deutlich gesunkenen Erstanträge auf Arbeitslosenunterstützung ausgelöst worden", sagte Stephan Rieke, Devisenexperte von der BHF-Bank. Insgesamt profitiere der Euro von einem "allgemeinen Wohlbefinden" an den Finanzmärkten. Die Daten spielten tatsächlich eher eine untergeordnete Rolle und der Markt werde vor allem durch technische Faktoren beeinflusst.

Unter Druck geriet der Euro im Nachmittagshandel zum britischen Pfund. Die britische Notenbank hatte ihren Leitzins unverändert bei 0,5 Prozent belassen und auch das Volumen ihrer Kaufprogramme für Anleihen nicht geändert. Der Euro sank von 0,8800 Pfund vor der Entscheidung auf zuletzt 0,8731 Pfund. "Vor der Veröffentlichung hat es jedoch Gerüchte gegeben, dass die Bank of England doch etwas verändert", sagte Rieke. Jetzt sei die Phantasie raus und dies stütze das Pfund.

Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,87575 (0,87930) britische Pfund , 133,92 (134,13) japanische Yen und 1,5151 (1,5173) Schweizer Franken fest. Die Feinunze Gold wurde in London am Nachmittag mit 990,75 (999,50) Dollar gefixt. Der Kilobarren kostete 22.075 (22.225) Euro.

dpa-infocom