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Devisen: US-Konjunkturdaten setzen Euro unter Druck

FRANKFURT - Überraschend gute Konjunkturdaten aus den USA haben den Euro am Freitag unter Druck gesetzt. Nachdem die Gemeinschaftswährung über weite Strecken nahezu unverändert über 1,46 Dollar notierte, sank sie nach den Zahlen auf bis zu 1,4552 Dollar. Am späten Nachmittag zeigte sich der Euro aber wieder erholt und kostete knapp 1,46 Dollar. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs am Mittag auf 1,4594 (Donnerstag: 1,4545) Dollar festgesetzt. Der Dollar kostete damit 0,6852 (0,6875) Euro.

"Die Stimmungsaufhellung der amerikanischen Verbraucher hat den Euro etwas unter Druck gesetzt", sagte Devisen-Experte Karlheinz Stern von der BayernLB. So war das Konsumklima der Uni Michigan deutlich stärker als erwartet gestiegen. Zudem signalisierten Zahlen von Großhandel, dass die Lagerbestände der US-Unternehmen weiter rückläufig sind. Im aktuellen Umfeld gilt dies als positives Zeichen, da dies auf eine anziehende Produktion schließen lässt.

"Obwohl die US-Daten den Euro belastet haben, ist der Zusammenhang zwischen den Aktien- und Devisenmärkten immer noch sehr stark", betonte Stern. Grundsätzlich gelte nach wie vor der Zusammenhang, dass positive Konjunkturdaten, gleichwohl woher, die Risikoneigung der Anleger erhöhten und damit den Dollar als wichtige Reservewährung belasteten. "Wie man heute gesehen hat, beginnt sich dieser Zusammenhang etwas aufzuweichen", räumte Stern ein.

Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,87390 (0,87575) britische Pfund , 132,62 (133,92) japanische Yen und 1,5137 (1,5151) Schweizer Franken fest. Die Feinunze Gold wurde in London am Nachmittag mit 1.008,25 (990,75) Dollar gefixt. Der Kilobarren kostete 22.175 (22.075) Euro.

dpa-infocom