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HeidelbergCement holt sich frisches Geld

Heidelberg - Der hoch verschuldete Baustoffkonzern HeidelbergCement will sich mit frischem Geld aus seiner schwierigen Lage befreien. Das Unternehmen hat eine Kapitalerhöhung beschlossen und will 62,5 Millionen neue Aktien gegen Bareinlagen ausgegeben.

Dieses Vorgehen sei ein Teil der beschlossenen Neuordnung der Finanzierungsstruktur, sagte eine Sprecherin des zur Merckle-Gruppe gehörenden Konzerns. Experten erwarten, dass die Kapitalmaßnahme zwischen 1,2 und 1,5 Milliarden Euro in die Kasse des mit 11,3 Milliarden Euro verschuldeten Unternehmens spült.

Der Preis für die Anteile werde voraussichtlich am 21. September festgelegt. Die Bezugsfrist soll vom 24. September bis 7. Oktober laufen. Am Montagmorgen fiel die Aktie des Heidelberger Baustoffherstellers zunächst bis auf 39,70 Euro. Die Papiere konnten sich jedoch erholen und notierten gegen Mittag bei 41,30 Euro.

«Nach der erfolgreichen Refinanzierung der Fremdkapitalseite mittels eines 8,7 Milliarden Euro syndizierten Kredits im Juni 2009 und dem Verkauf nicht strategischer Geschäftseinheiten ist dies ein wichtiger Schritt zur Stärkung der Eigenkapitalbasis», teilte Konzern-Chef Bernd Scheifele mit. Zudem diene er dem weiteren Abbau der Verschuldung. Parallel setze HeidelbergCement die Sparmaßnahmen fort. Finanzvorstand Lorenz Näger sprach von einem «kompromisslosen Kostenmanagement».

Im laufenden Jahr will der Baustoffhersteller 470 Millionen Euro einsparen. Der strikte Sparkurs zeigt nach Einschätzung der Firmenspitze Erfolg. Nach roten Zahlen zum Jahresbeginn seien Anzeichen für eine Stabilisierung zu sehen, sagte Scheifele bei der Vorstellung der Halbjahreszahlen Ende Juli.

dpa-infocom