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Trabi feiert auf Automesse IAA ein Comeback

Dietenhofen/Frankfurt/Main (dpa) ­ Ein Kleiner könnte den Großen bei der Internationalen Automobil-Ausstellung (IAA - vom 17 bis 27. September) die Show stehlen: das traditionelle Ost-Kultauto Trabi.

Nachdem der «NewTrabi» noch 2007 lediglich als Modell zu bewundern war, will ein Entwickler-Konsortium am Dienstag (15. September) der Autowelt eine Konzeptstudie präsentieren. Die neue «Rennpappe», wie DDR-Bürger den Trabi einst liebevoll nannten, soll nach den Vorstellungen der Entwickler klein, kultig und vor allem umweltfreundlich sein.

«Schon jetzt ist das Medieninteresse aus der ganzen Welt sehr groß», erzählt der Sprecher des fränkischen Miniaturherstellers Herpa, Daniel Stiegler. Mit Spannung wird die Rückkehr des legendären Trabi erwartet ­ viele Journalisten wollten nur eins: ein Foto. Doch das gibt es erst bei der Weltpremiere auf der IAA. «So lange bleibt der Trabi noch verhüllt», sagt Stiegler. Neben Herpa gehören dem Konsortium der freiberufliche Autodesigner Nils Poschwatta sowie der Karosseriebauer Indikar aus Wilkau-Haßlau bei Zwickau an.

Die Idee für die Trabi-Renaissance hatte Herpa-Geschäftsführer Klaus Schindler bereits bei der IAA 2007 ins Spiel gebracht; das Trabant- Miniaturmodell verkauft sich auch rund 20 Jahre nach der Wende immer noch ausgesprochen gut. Und so ließ er dem Klassiker ein modernes Design verpassen. Mit einem Modell des «NewTrabi» im Maßstab 1:10 überraschte die Firma vor zwei Jahren Fachwelt und Besucher und zog das Medieninteresse auf sich. Die positive Resonanz aus der ganzen Welt lieferte den Anstoß, das Projekt ernsthaft weiter zu verfolgen.

Autodesigner Nils Poschwatta war von dem Projekt derart überzeugt, dass er seinen sicheren Arbeitsplatz bei Volkswagen kündigte und das noch streng geheime Design grundlegend überarbeitete. So verraten die Entwickler: «Entstanden ist ein moderner Trabant, der seine Herkunft nicht verleugnet.»

Ein sogenanntes «Concept Car» des «Trabant nT», wie er nun heißt, wird jetzt auf der IAA präsentiert. Aus der anfänglichen Vision, von der viele Kritiker dachten, dass sie in der Schublade verschwinde, ist ein modernes Elektroauto geworden. «Die Tugenden des alten Trabanten - einfach, robust, leicht und praktisch - werden beim neuen ergänzt durch sparsam, ökologisch, innovativ und individuell», sagt Stiegler.

Ein zentraler Elektromotor treibt das für Stadt-, Kurz- und Mittelstrecken konzipierte Fahrzeug an, eine Lithium-Ionen-Batterie liefert den notwendigen Strom für einen Aktionsradius von 160 Kilometern. Die Klimaanlage bezieht ihren Strom vom Solardach. Es soll ein Stadt- oder Zweitfahrzeug für die ganze Familie werden, deshalb gibt es reichlich Platz zum Zuladen.

«Unser Ziel ist die serienreife Entwicklung», sagt Indikar- Geschäftsführer Ronald Gerschewski. Diesem Ziel ist man in den vergangenen zwei Jahren immer näher gekommen. Die prinzipiellen Konzepte seien ausgereift und warteten auf einen finanzkräftigen Partner, der sie mit in die Tat umsetzt. Wenn alles gut läuft, könnten die ersten «Trabant nT» mit reinem Elektroantrieb im Jahr 2012 auf den Straßen rollen, hofft der Chef des auf ausgefallene Karosserien spezialisierten ostdeutschen Unternehmens.

Informationen zur Messe: www.iaa.de Von Matthias Neigenfind, dpa

dpa-infocom



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