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Skoda Yeti: Skoda entdeckt die Lebenslust

Hamburg Bislang war Skoda die mit Abstand vernünftigste Marke im VW-Konzern. Zwar bieten Modelle wie der Superb oder der Octavia ein paar clevere Details und der Roomster hat mehr Pfiff als viele andere Vans.

Lifestyle zum günstigen Einstiegspreis

Doch insgesamt gelten die Tschechen als solide und sicher, billig und bodenständig. Aber jetzt entdecken auch sie die Lust am Leben und bringen mit dem Yeti ihr erstes Lifestyle-Modell an den Start. Als Cousin des VW Tiguan gibt er den ersten modernen Geländewagen von Skoda und will vom anhaltenden SUV-Boom profitieren. Dabei punktet er zur Markteinführung im Spätsommer nicht nur mit einem günstigen Einstiegspreis von 17 990 Euro, sondern auch einem sparsamen Umgang mit Ressourcen: Schließlich braucht der Benjamin unter den Pfadfindern weniger Platz und meist auch weniger Sprit als die Konkurrenz.

Innen ist der Kleine ein ganz Großer

Das größte Plus des Yeti ist allerdings sein ebenso geräumiger wie variabler Innenraum: Obwohl der Wagen mit einer Länge von 4,22 Metern vergleichsweise klein ist, bietet er Platz wie ein Großer. Nicht nur in der ersten Reihe reist man erhaben und bequem. Auch der Fond ist selbst für Erwachsene keine Strafbank. Möglich machen das die drei vom Roomster übernommenen VarioFlex-Sitze. Weil sie verschiebbar sind, auf Wunsch ein Stück weit in die Mitte rücken und man sie umklappen, aufstellen oder ausbauen kann, findet sich beim Yeti immer ein Kompromiss zwischen Komfort und Kofferraum. Wahlweise genießt man so viel Bein- und Schulterfreiheit wie in der Oberklasse - oder man lädt mehr ein als in manchen Kombi. Immerhin lässt sich der Kofferraum so von 416 auf 1760 Liter erweitern.

Auf den ersten Blick so vornehm wie der VW Tiguan

Dabei wirkt der Yeti vor allem in den besseren Ausstattungsvarianten so vornehm wie das Vorbild aus Wolfsburg. Alle Kunststoffe und Konsolen sind fein gemasert und fügen sich millimetergenau. Außerdem gibt es nicht nur die Option auf bis zu neun Airbags, ein großes Panoramadach, Lederpolster, Klimaanlage oder verschiedene Navigationssysteme, sondern auch den Schleuderschutz ESP serienmäßig für alle Modelle. Erst der zweite Blick beweist, warum ein VW Tiguan eben doch 20 Prozent teurer ist. Vor allem hinter den Kulissen sparenl die Tschechen. Handschuhfach oder Gepäckhaken wirken, als wären sie aus Recycling-Plastik geformt.

Der Yeti setzt auf die Zauberformel Downsizing

Um Geländewagen-Kritikern von vornherein den Wind aus den Segeln zu nehmen, sind die Motoren so klein wie das Auto. Downsizing heißt die Zauberformel, die dem Yeti einen Basismotor mit nur 1,2 Litern Hubraum beschert. Allerdings treiben ein Turbolader und die Benzindirekteinspritzung die Leistung auf 77 kW/105 PS. Daneben gibt es als zweiten Benziner einen 1,8-Liter mit 118 kW/160 PS sowie drei flüsterleise Common-Rail-Diesel. Sie alle haben zwei Liter Hubraum, leisten 81 kW/110 PS, 103 kW/140 PS oder 125 kW/170 PS und bringen den Yeti flott in Fahrt.

Rücksichtnahme auf die sparsamen Kunden

So braucht der mittlere Diesel keine zehn Sekunden bis Tempo 100, schafft immerhin 190 km/h und ist mit 6,1 Litern (CO2-Ausstoß: 159 g/km) zufrieden. Weil Skoda-Kunden bei aller Lust am Leben aber sparsam und vernünftig sind, gibt es den kleinen Benziner ausschließlich und den Basisdiesel auf Wunsch als reine Fronttriebler - so sinkt nicht nur der Preis, sondern auch der CO2-Ausstoß. Und selbst ohne den Allradantrieb mit variabler Kraftverteilung bleibt der Yeti mit seinen 18 Zentimetern Bodenfreiheit ein profunder Pfadfinder.

Auch die Designer sind auf Schmusekurs

Aber nicht nur mit den geschrumpften Motoren, den sparsamen Frontantriebsvarianten und dem Format verwahrt sich Skoda der üblichen Schelte. Auch die Designer haben einen Schmusekurs eingeschlagen. Nicht böse und bullig, sondern freundlich und friedvoll schaut der Yeti in die Weltgeschichte. Um die Kulleraugen der Zusatzscheinwerfer spielt ein feines Lächeln, harte Kanten sucht man an der Karosserie vergebens, und die geschickt getarnten Karosseriesäulen zwischen Wagenkörper und Dach lassen den immerhin 1,5 Tonnen schweren Wagen ungeheuer leicht wirken. Trotzdem sieht man dem Yeti seine Abenteuerlust an: Die Stoßfänger gehen in einen Unterfahrschutz über und die Flanken tragen breite Plastikplanken.

Fazit: Der Yeti ist der Softie unter den SUVs

Obwohl der Yeti den Softie unter den SUVs gibt, kann auch dieser Geländewagen mehr, als die meisten ihm je abverlangen werden. Streng genommen steht er deshalb in derselben Schmuddelecke wie ein Hummer oder ein BMW X6. Denn ein Octavia 4x4 oder ein Roomster erfüllen für die meisten Kunden den gleichen Zweck. Doch machen sich Modell und Motoren so klein, dass sich der Schaden in Grenzen hält - und ein bisschen mehr Lebensfreude kann Skoda auch nicht schaden.

Datenblatt: Skoda Yeti 2.0 TDI
Motor und Antrieb: Vierzylinder-Common-Rail-Diesel
Hubraum: 1968 ccm
Max. Leistung: 103 kW/140 PS bei 4200 U/min
Max. Drehmoment: 320 Nm bei 1750 - 2500 U/min
Antrieb: Allrad-Antrieb
Getriebe: Sechsgang-Schaltgetriebe
Maße und Gewichte:
Länge: 4223 mm
Breite: 1793 mm
Höhe: 1691 mm
Radstand: 2578 mm
Leergewicht: 1545 kg
Zuladung: 545 kg
Kofferraumvolumen: 416-1760 Liter
Fahrdaten:
Höchstgeschwindigkeit: 190 km/h
Beschleunigung 0-100 km/h: 9,9 s
Durchschnittsverbrauch: 6,1 Liter/100 km
Reichweite: k.A.
CO2-Emission: 159 g/km
Kraftstoff: Diesel
Schadstoffklasse: EU5
Kosten:
Basispreis der Modellreihe: 17 990 Euro
Grundpreis des 2.0 TDI: k.A.
Typklassen: k.A.
Kfz-Steuer pro Jahr: 308 Euro
alle Daten laut Hersteller, GDV, Schwacke
Wichtige Serienausstattung:
Sicherheit: ESP, Front-, Seiten- und Vorhang-Airbags
Komfort: k.A.

dpa-infocom


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