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Side-by-Side-Kühlschränke: IFA zeigt neue Trends

Berlin Beim Betrachten der neuesten Kühlschränke auf der IFA in Berlin (4. bis 9. September) entsteht der Eindruck eines Trends zur Großfamilie: Side-by-Side-Kühlschränke bestimmen die Optik.

Diese Modelle erreichen Dimensionen eines Kleiderschranks - es gibt also viel Platz für Milch, Schampus und Gemüse. Unabhängig von der Größe der Lebensmittelkühlung werben die Hersteller mit speziellen Technologien wie VitaFresh oder No Frost und allerlei anderen Raffinessen.

Das Flaggschiff des koreanischen Herstellers Samsung zum Beispiel heißt RS-G5PUPN. Dabei soll das Gerät nicht nur technisch überzeugen, sondern auch ein Hingucker sein. Das Side-by-Side-Modell im Edelstahl-Look, also eine Kühl-Gefrier-Kombi im XXL-Format mit zwei nebeneinander angebrachten Türen, hat es in sich: Standard bei Side-by-Side-Modellen ist der Wasser- und Eisspender. Neu ist dagegen eine Klappe in der Kühlschranktür, die einen schnellen Zugriff auf die dahinter stehenden Getränke bietet. «Man muss also nicht die große Tür öffnen, um an die Milch oder ein anderes Getränk zu kommen», erklärt Produkt-Manager Jörn Jacobi. Das spart Energie.

Beachtlich ist das Volumen des RS-G5PUPN: 637 Liter fasst das Gerät. Erreicht wird die zusätzliche Kapazität von rund 100 Litern gegenüber vielen anderen Side-by-Side-Modellen dadurch, dass die Isolationsschicht dünner wurde. Dennoch klebt auf der Kühlschranktür das «A+»-Logo für die zweitbeste Energie-Effiezienzklasse.

Der ebenfalls koreanische Hersteller LG hat nach eigenen Angaben die Mechanik verändert, um seinem neuesten Side-by-Side-Modell mit 617 Litern überdurchschnittlich viel Platz zu spendieren. An den äußeren Dimensionen des Kühlschranks hat sich dagegen nichts geändert. Auch das LG-Gerät entspricht der Energieklasse A+.

Kaum ein Hersteller verpasst die Chance, potenzielle Käufer darauf hinzuweisen, dass seine Kühlgeräte die darin lagernde Ware besonders lange frisch halten. LG etwa schwört unter anderem auf seinen Moist Balance Crisper. Klingt gefährlich, ist aber nur eine Abdeckung mit einer geriffelten Oberfläche. Diese soll die aus Obst und Gemüse entweichende Feuchtigkeit sammeln und sie gezielt wieder zurückgeben.

Außerdem ist da die VitaFresh-Idee , die - so oder ähnlich bezeichnet - in die Modelle verschiedener Hersteller Einzug gefunden hat: Im Kühlschrank gibt es trockene Fächer und solche, in denen eine gewisse Feuchtigkeit herrscht. Manche Lebensmittel wie Fleisch halten länger bei trockener Lagerung. Verschiedene Obstsorten haben es dagegen gern ein wenig feucht. «Wenn es funktioniert, ist so etwas wie VitaFresh eine gute Sache», sagt Brigitte Kluth-Kosnik von der Stiftung Warentest in Berlin. «Allerdings muss der Besitzer seine Lebensmittel dann auch richtig einordnen.»

Ob nun Miele, Siemens oder die anderen Hersteller - auf No Frost setzen sie alle. Diese Technologie soll sicherstellen, dass sich kein Eis im Kühlschrank bildet. Das lästige Abtauen entfällt. Darüber hinaus spart No Frost auf Dauer Strom, denn ein vereister Kühlschrank verbraucht unnötig Energie.

LG zeigt in Berlin mit dem GW-P227HNNV einen Kühlschrank, der sich in unterschiedliche Temperaturzonen aufteilen lässt. «Opti Temp Zone» nennt das der Hersteller. Bei minimalem Energieverbrauch werde die Temperatur variabel von minus drei Grad für Fleisch, minus ein Grad für Fisch, bis zu vier Grad für Obst und Gemüse geregelt, heißt es beim Hersteller. «Auch hier muss man natürlich wissen, was man tut», so Kluth-Kosnik.

Der GW-P227HLXV ist zudem mit der sogenannten Vacuum-Fresh-Technik ausgestattet: Dem Obst- und Gemüsefach wird Sauerstoff entzogen. Birne und Co. bleiben so laut Hersteller bis zu 14 Tage «knackig frisch». Auch Bosch folgt dem Side-by-Side-Trend und macht sich Gedanken zur Frische. Da gibt es zum Beispiel die FreshProtect-Box. Die Temperatur für dieses Fach kann der Kühlschrankbesitzer zwischen null und vier Grad einstellen. So viel Mühe sich die Hersteller mit den Frische-Tricks geben - dem potenziellen Käufer ist das oft schwer zu vermitteln. «Wichtiger sind dem Verbraucher das Design und die Energieeffizienz», sagt Samsung-Produkt-Manager Jörn Jacobi. Der Kühlschrank werde eben auch immer mehr zum Statussymbol.

Eine schlichte Oberfläche im Edelstahl- Look von Profi-Küchen bestimmt das Aussehen der meisten aktuellen Modelle. Und drinnen setzen die Hersteller auf bessere Beleuchtung. Sie arbeiten wie Bosch bei seinen neuen Side-by-Side-Modellen KAD 62S20 und KAD 62S50 mit LED-Technologie.

Und der Energieverbrauch sollte laut Brigitte Kluth-Kosnik auch ein wichtiges Kriterium sein: Wie effizient ein Kühlschrank arbeitet, ist wie bei anderen Haushaltsgeräten an der Klassifizierung zu erkennen. Nur bei Kühlschränken gelte die Energieeffizienzklasse «A» schon als drittklassig, so die Expertin. Es sollte daher schon «A+» oder gar «A++» sein. «A++ verbraucht bis zu 50 Prozent weniger Strom als ein A-Klasse-Modell.»

Weitere Informationen zur Funkausstellung: www.ifa-berlin.de Von Sven Appel, dpa

dpa-infocom


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