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Hochauflösendes TV: Zahl HD-fähiger Geräte steigt

Berlin Die TV-Branche sieht sich mit den neusten Entwicklungen rund um das hochauflösende Fernsehen HDTV auf gutem Kurs.

Zum Ende des Jahres werden in Deutschland insgesamt 19 Millionen HD-fähige Fernsehgeräte in den Haushalten stehen.

Das sagte der Vorsitzende der Deutschen TV-Plattform, Gerhard Schaas, auf der Funkausstellung IFA (4. bis 9. September) in Berlin. Die Zahl der eingebauten und externen HDTV-Empfänger liege bei 4,7 Millionen.

Zuletzt habe sich das HD-Angebot der Fernsehsender innerhalb von 12 Monaten verdoppelt, berichtete Schaas, der auch Manager des Fernsehgeräte-Herstellers Loewe ist. Im Februar 2010 wollen die öffentlich-rechtlichen Sender mit HD-Programmen in den Regelbetrieb gehen, RTL und Vox wollen bereits im Herbst mit ihren HD-Kanälen über Satellit starten. Allerdings werden die Sendungen der privaten Sender mit Hilfe der neuen Schnittstelle CI Plus ausschließlich verschlüsselt ausgestrahlt.

Aller Voraussicht nach werden Fernsehzuschauer, die künftig über Astra-Satellit die neuen Programme empfangen, auf viele Gewohnheiten verzichten müssen. So werden die Sendungen möglicherweise nicht mehr unbegrenzt aufzunehmen sein. Es gebe konkrete Pläne, dass aufgezeichnete Sendungen nur noch innerhalb von 72 Stunden angesehen werden können, heißt es aus Branchenkreisen. Auch das Überspringen von Werbeblöcken beim zeitversetzten Fernsehen wollen die Satellitenbetreiber und Sender künftig unterbinden.

Kritik, die Pläne würden auf eine Reglementierung der Zuschauer hinauslaufen, wies Schaas allerdings als unbegründet ab. Die neue technische Schnittstelle CI Plus werde ganz im Gegenteil mehr Möglichkeiten als in der Vergangenheit schaffen. Hintergrund sei der nötige Schutz der Werbefinanzierung für die Fernsehanstalten. Branchenbeobachter erwarten allerdings, dass in naher Zukunft sich auch Kartellwächter in Deutschland mit den Plänen befassen werden.

Weitere Infos zur Messe: www. ifa-berlin.de HDTV Der Fernseh-Standard HDTV (High Definition TV) liefert eine deutlich bessere Qualität dank einer höheren Anzahl von Bildpunkten. Während das deutsche PAL-Signal 720 mal 576 Punkte wiedergibt, kommt HDTV auf 1920 mal 720 bzw. 1080 Bildpunkte. Die Gesamt-Pixelzahl steigt damit von gut 400 000 bei PAL auf bis zu zwei Millionen. Um das Bild optimal wiedergeben zu können, muss auch der Fernseher eine entsprechende Auflösung unterstützen. Der Trend geht inzwischen ganz klar zu «Full HD»-Fernsehern die eine Auflösung von 1920 mal 1080 Bildpunkten haben.

HDTV-taugliche Fernseher werden als Mindestanforderung mit dem Logo «HD ready» gekennzeichnet. Es stellt sicher, dass das Gerät mindestens 720 Zeilen im 16:9-Format zeigt sowie über die nötigen Ein- und Ausgänge verfügt. Dazu gehört, so fordert es vor allem die Film-Industrie, auch mindestens ein kopierschutzfähiger digitaler Eingang.

Die HDMI-Schnittstelle (High Definition Multimedia Interface) soll zum Standard für die digitale Übertragung der Daten in den HD- Fernseher werden. Ein digitaler Kopierschutz ist integriert: HDCP (High Bandwith Digital Content Protection) soll sicherstellen, dass das Fernseh-Signal nur auf einem Bildschirm ausgegeben wird. So soll verhindert werden, dass sich Sendungen im HDTV-Format extern aufzeichnen und kopieren lassen.

Fernsehen in HD-Qualität hat bereits eine längere Geschichte. Schon in den späten 70er Jahren gab es Versuche, das Fernsehbild entsprechend zu optimieren. Ende der 80er Jahre sollte dann HD-MAC (Multiplexed Analog Components) in Europa im 16:9-Format und mit einer Darstellung von 1250 Zeilen pro Sekunde ein neues Fernsehzeitalter einläuten. Im Jahr 1992 sollte die Ausstrahlung der Olympischen Spiele in Barcelona HD-MAC zum Durchbruch verhelfen. Doch die Technik konnte sich nicht durchsetzen.

dpa-infocom



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