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Nicht jedes nützliche Gerät ist auch nutzbar

Berlin Nützliches ist nicht immer auch gut nutzbar - diese Erfahrung macht Tim Bosenick fast täglich.

Er ist Geschäftsführer von Sirvaluse, einem Unternehmen, das sich darauf spezialisiert hat herauszufinden, wie gut oder schlecht bestimmte Geräte zu bedienen sind.

Da ist es logisch, dass Bosenick auch auf der Funkausstellung IFA (4.bis 9. September) in Berlin unterwegs ist. Was er dort gesehen hat, begeistert ihn nicht ausnahmslos: «Bei vielen Herstellern ist das Marketing stark. Nur das Produkt erfüllt das Versprechen nicht», sagte Bosenick.

Viele Geräte sind zwar nützlich, aber nur schlecht nutzbar, urteilt der Usability-Forscher. Das gilt auch für die Internetzugänge, die einige TV-Geräte-Hersteller in ihre neuen Premium-Fernseher einbauen. Die Idee: Der Zuschauer soll vom Sofa aus mit der Fernbedienung surfen. An der Umsetzung hapere es aber noch: «Die Bedienbarkeit ist ganz schlimm», findet Bosenick. Das Problem sei die Vermengung von verschiedenen Bedienungsoberflächen, wie man sie bereits vom Handy, Fernsehen und Computer her kennt. Dadurch wird laut Bosenick eine intuitive Benutzerführung erheblich erschwert.

«Dabei sollten die Hersteller bedenken, dass Fernseher eine viel breitere Zielgruppe ansprechen als ein Smartphone oder ein PC», sagte Bosenick. Ein TV-Gerät mit Internetzugang müsse also sehr einfach zu bedienen sein. Grundsätzlich findet Bosenick die Idee jedoch gut, dem Anwender über den Fernseher einen Zugriff auf Online-Inhalte zu bieten: «Das kann zum Beispiel interessant sein, wenn ich meinen Auktionsstand bei eBay abrufen oder an einem Wahlabend zusätzliche Informationen haben will.»

Die TV-Geräte-Hersteller sind aber nicht die einzigen, die sich noch Gedanken um die Nutzbarkeit ihrer Produkte machen können, meinte Bosenich: Kürzlich sei er an einem Kaffeevollautomaten verzweifelt - zu viele Knöpfe. Aber auch die Hersteller von Navigationsgeräten bekamen von Bosenick ihr Fett weg: «Ich verstehe nicht, warum die mit Sprachsteuerung anfangen, wenn sie erstmal die Steuerung über das Display verbessern könnten.» Für die Zukunft wünscht sich Bosenick, dass sich Hersteller bei der Entwicklung neuer Geräte stärker vom Nutzen als von Marketingargumenten leiten lassen.

Weitere Infos zur Messe: www.ifa-berlin.de

dpa-infocom


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