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Im Fußballstadion Bier und Wurst bargeldlos bezahlen

Hamburg Fans haben wenig Zeit und viel Durst. Immer häufiger werden Bier und Bratwurst im Fußballstadion daher nicht mehr bar bezahlt.

Die Zahl der Bundesligavereine, die Bezahlsysteme mit Chipkarte einführen, steigt.

Etwa die Hälfte aller Erstligisten setzt schon auf das bargeldlose Bezahlen. Nicht nur die Fans sollen davon profitieren - etwa weil es schneller geht am Wurststand, und niemand aus Hunger ein Tor verpassen muss.

«Durch das elektronische Bezahlen können die Vereine ihren Umsatz pro Spieltag deutlich steigern, wodurch sich auch ihre Wettbewerbssituation in der Liga verbessert», erklärt Frederik Herr vom Unternehmen Payment Solution in Hamburg. Die Firma betreut die Systeme in Köln, Frankfurt/Main und Hoffenheim. Das elektronische Bezahlen soll es ermöglichen, in 15 Minuten alle Besucher zu bedienen. «Der Fan legt seine Karte einfach auf das Lesegerät, und der Betrag wird im Bruchteil einer Sekunde abgebucht», erläutert Herr. «Kein Kleingeld zählen, kein Prüfen der Summe durch das Personal, kein Wechselgeld», das seien die Vorteile.

Nicht genutzte Beträge können die Fans nach Spielschluss wieder zurücktauschen. Dennoch ist der «Schlummergroschen», wie ihn Kritiker nennen, einer der Knackpunkte des Systems. Gerade Gästefans haben zum Eintausch meist keine Zeit: «Schließlich wartet nach Spielschluss der Bus oder Zug für die Heimreise bereits, oder im Fall von "Risikospielen" wird man von der Polizei aus dem Stadion geleitet», sagt Markus Schmalz vom VfB Anhängerverband Stuttgart. Bei Bayern München und Schalke besteht daher die Möglichkeit, die Karte per Post zurückzusenden. Allerdings fällt für den Vorgang eine Bearbeitungsgebühr an.

Besser haben es da die Fans von Eintracht Frankfurt, dem 1. FC Köln und der TSG Hoffenheim, wenn ihre Mannschaften beieinander zu Gast sind: Da die Vereine das gleiche System nutzen, kann in allen drei Stadien die gleiche Karte genutzt werden. Die Chipkarten von Schalke, Bayern und Hannover können nur in der jeweiligen Arena eingesetzt werden. Beim VfB Stuttgart gibt es die Wahl zwischen einer klassischen «Mastercard»-Kreditkarte und einer «Prepaid-Variante», die zuvor aufgeladen werden muss - bei beiden ist die Verwendung an den «Mastercard»-Akzeptanzstellen weltweit möglich.

Bayer Leverkusen hat sich für ein ähnlich offenes System entschieden. Die «BayArenaCard» nutzt die Technologie der Geldkarte. Das ist eine Bezahlfunktion, die auch auf Giro-, EC- und Bankkundenkarten integriert ist. Gästefans können - vorheriges Aufladen vorausgesetzt - also nicht nur mit der speziellen Stadionkarte, sondern ebenso mit ihrer Bankkarte zahlen.

Eine wissenschaftliche Befragung der Universität Duisburg-Essen unter der Überschrift «Was wünscht sich der Fan vom Stadionbesuch in der Zukunft» ergab 2008, dass knapp ein Drittel der 210 Befragten sich ein stadionübergreifendes Kartensystem wünscht. Ebenfalls rund ein Drittel befürwortete dagegen weiter das Zahlen mit Bargeld.

«Die Ergebnisse zeigen, dass die Fans alles wollen - nur nicht 18 verschiedene Karten für jedes einzelne Stadion», sagt Prof. Tobias Kollmann, Wirtschaftswissenschaftler und Leiter der Studie. Ob ärgerlich oder praktisch: Ein Trend ist das bargeldlose Bezahlen in jedem Fall. Bereits jetzt kommen die Bezahlkarten beim Fußball auch bei Zweit- und Drittligisten sowie beim Handball zum Einsatz.

Weitere Infos zum Thema Bezahlkarten: www.bezahlkarten.eu Von Jan Kluczniok, dpa

dpa-infocom


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