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Viele Mängel bei Elektronik-Anbietern im Netz

Brüssel/Berlin (dpa) - Käufer von Elektrowaren im Internet müssen sich auf Einiges gefasst machen: Mehr als die Hälfte der Online-Händler für Verbraucherelektronik zieht einer Warnung der EU- Kommission zufolge «die Konsumenten regelrecht über den Tisch».

Das ist das Ergebnis einer EU-weiten Analyse von unlauteren Geschäftspraktiken, die Verbraucherkommissarin Meglena Kuneva am Mittwoch (9. September) in Brüssel vorstellte. Überprüft wurden insgesamt 369 Websites, auf denen Verbraucher Digitalkameras, Handys, tragbare Musikgeräte, DVD-Player, Computer und Konsolen für Computerspiele bestellen können.

55 Prozent machten irreführende , keine oder gar falsche Angaben über Verbraucherrechte, Preise oder die Händler. So erfahre der Käufer beispielsweise nichts über sein Rückgaberecht oder ihm werde eine «kostenlose 12-Monats-Garantie» angeboten, hieß es. Im Fernabsatz können Waren der Kommission zufolge aber in jedem Fall innerhalb von sieben Tagen, und zwar ohne Angabe von Gründen, zurückgegeben werden. Für fehlerhafte Ware gilt eine Frist von mindestens zwei Jahren.

Zunächst werden jetzt die zuständigen nationalen Behörden die betroffenen Händler kontaktieren. Geschieht dann nichts, können Strafen von Geldbußen bis hin zur Sperrung der Internetseiten folgen. Bei den Seiten handelt es sich nach Angaben des Bundesamts für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit um Anbieter im Internet, die über Suchmaschinen leicht gefunden und von Verbrauchern oft genutzt werden. Namen wurden nicht genannt. Die Prüfer sahen sich zudem Angebote an, die bereits wegen Beschwerden bekannt sind. In Deutschland beteiligten sich der Bundesverband der Verbraucherzentralen und die Wettbewerbszentrale, ein Selbstkontrollorgan der Wirtschaft, daran.

Mehr als ein Drittel aller Beschwerden über Online-Käufe, die 2007 im Netz der Europäischen Verbraucherzentren 2007 eingingen, bezogen sich auf Elektrowaren. «In den kommenden Monaten wird noch Vieles zu tun sein, um in dieser Branche gehörig aufzuräumen», warnte Kuneva. «Die Verbraucherinnen und Verbraucher in Europa haben Besseres verdient.» Die EU-Kommission will die neuen Ergebnisse im Frühsommer 2010 vorstellen.

Online-Händler erwirtschaften der EU zufolge jährliche Umsätze von etwa 6,8 Milliarden Euro mit Verbraucherelektronik. Nahezu jeder vierte Verbraucher, der sich Waren oder Dienstleistungen über das Internet bestellt, tut dies im Elektronikbereich.

Bundesamt für Verbraucherschutz: www.bvl.bund.de

dpa-infocom


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