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Halbseitige Blindheit: PC-basiertes Sehtraining hilft

München/Tübingen Computerbasiertes Sehtraining kann Menschen mit halbseitiger Blindheit helfen, sich zu orientieren.

Darauf weist die Deutsche Ophthalmologische Gesellschaft (DOG) in München hin.

Das sogenannte Sakkadentraining könne den Alltag erleichtern, weil Patienten dadurch lernen, ihr verbliebenes Blickfeld effektiver zu nutzen und ihre Aufmerksamkeit auch auf Dinge zu richten, die sie eigentlich nicht sehen können.

Sakkaden sind ruckartige Bewegungen der Augäpfel, die Richtungsänderungen beim Sehen ermöglichen. Bei dem Training sitzen die Patienten vor einem Bildschirm, auf dem Zahlen erscheinen, die sie mit der Maus wegklicken müssen. Einige Zahlen liegen in der blinden Gesichtshälfte. Mit Hilfe der Sakkaden lernen die Patienten, diese Zahlen zu finden. Wer fünfmal in der Woche täglich zweimal 30 Minuten trainierte, konnte nach sechs Wochen Dinge in der blinden Hälfte des Gesichtsfeldes schneller finden, erläutert die DOG unter Berufung auf eine aktuelle Studie von Augenärzten aus Tübingen. Trainierten gelang es außerdem eher, mit anderen Personen Blickkontakt aufzunehmen.

Eine halbseitige Blindheit tritt oft nach einem Hirnschaden wie einem Schlaganfall auf. Sie kann den Alltag enorm belasten: Patienten stolpern zum Beispiel über Papierkörbe oder stoßen mit anderen Menschen zusammen. Reparieren lasse sich die Blindheit nicht, aber das Sakkadentraining könne helfen, sich besser zurechtzufinden, so die DOG.

Deutsche Ophthalmologische Gesellschaft (DOG): www.dog.org

dpa-infocom


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