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UEFA will Fair Play: Finanzielles Wettrüsten stoppen

Nyon Im noblen Stammsitz am Genfer See will das UEFA-Exekutivkomitee mit neuen Regeln die Grundlagen für größere finanzielle Gerechtigkeit im Vereins-Fußball schaffen.

Präsident Michel Platini hat den Kampf gegen unkontrolliertes Schuldenmachen ausgerufen, um künftig für mehr Chancengleichheit und Wettbewerb in Champions League und Europa League zu sorgen. «Finanzielles Fair Play ist für den langfristigen Erhalt des europäischen Fußballs äußerst wichtig und deckt sich komplett mit den sportlichen Werten, die wir in Europa pflegen», sagte Platini vor dem Sitzungsstart im schweizerischen Nyon.

In der Bundesliga wird die Vorstufe zu einem internationalen Lizenzierungsverfahren durchaus begrüßt. «Wir sind uns im Prinzip einig, was die Ziele und den Zeitrahmen angeht, um unseren Fußball zu stärken», sagte Bayern Münchens Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge. In seiner Funktion als Vorsitzender der European Club Association (ECA) spricht Rummenigge auch für Vertreter anderer kontinentaler Topvereine. Die Maßnahmen, die das höchste UEFA-Gremium um DFB- Präsident Theo Zwanziger beschließen will, werden bei einigen Clubs in Spanien und England allerdings nicht auf große Zustimmung stoßen.

Dabei sind die Regeln noch wenig konkret formuliert. Vereine sollen nicht wiederholt höhere Ausgaben als Einnahmen haben, ihre Gehälter und Transferausgaben überprüfen lassen und die mittelfristige Abbaumöglichkeit ihrer Schulden belegen. Kontrolliert werden soll dies durch das neue «Club Financial Control Panel». «Chancengleichheit hört sich erst einmal gut und ambitioniert an. Wir müssen allerdings erst einmal abwarten, wie das Konzept der UEFA tatsächlich aussieht, ob es überhaupt fruchten kann und durchsetzbar ist», sagte der Sportdirektor des VfB Stuttgart, Horst Heldt.

Mit Ergebnissen ist nach dem Ende der Exekutivsitzung an diesem Dienstag zu rechnen. Umgesetzt werden sollen die Richtlinien ab der Saison 2012/13, inklusive einer unverbindlichen Empfehlung zur Kaderbegrenzung, die helfen soll, Gehalts- und Transferausgaben zu reduzieren. Zweifel an der Umsetzbarkeit dieser Regeln sind aber nicht gänzlich verschwunden. «Ich kann mir nicht vorstellen, dass sich Vereine wie Real Madrid oder Juventus Turin reglementieren lassen. Die Grundidee ist sicherlich positiv, allein mir fehlt der Glaube an die Umsetzung», sagte Eintracht Frankfurts Vorstandschef Heribert Bruchhagen.

Platini wischt solche Zweifel an einem seiner Lieblingsprojekte bei Seite. «Das Prinzip wurde jetzt verankert, und das ist der entscheidende Durchbruch. Nun müssen wir in den kommenden Monaten zusammen hart daran arbeiten, die wichtigen Details umzusetzen», sagte der Franzose. Von Arne Richter und Eric Dobias, dpa

dpa-infocom


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