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Monza-Vierter Sutil: «Ein Super-Resultat»

Monza Hobby-Pianist Adrian Sutil trommelte bei der Zieldurchfahrt mit beiden Fäusten auf seinen orange-grün-weißen Force India und fuchtelte dann mit beiden Händen wild in der Luft.

Nach seinem sensationellen vierten Platz beim Großen Preis von Italien konnte sich der Formel-1-Pilot aus Gräfelfing wie ein Sieger fühlen. «Ein Super-Resultat, das habe ich gebraucht. Ich bin wirklich glücklich», jubelte Sutil über seine ersten WM-Punkte seit zwei Jahren. «Es hat leider nicht mehr ganz gereicht, Kimi noch zu überholen. Letztlich musste ich mit dem vierten Platz zufrieden sein, aber das ist auch okay so», trauerte der 26-Jährige der knapp verpassten Chance auf seinen ersten Podestplatz in der Königsklasse nach.

Auch wenn Sutil am Ende nicht die erste Geige spielen konnte, gab er beim Hochgeschwindigkeits-Klassiker im Königlichen Park von Monza während des ganzen Wochenendes mit den Ton an. Im freien Training fuhr er zweimal Bestzeit und belegte zudem einmal Rang drei. In der Qualifikation fehlten Sutil läppische 0,195 Sekunden zur ersten Pole-Position. Champion Lewis Hamilton vereitelte die Sensation, verhalf dann aber seinem Kumpel durch den schweren Unfall in der Schlussrunde unfreiwillig zu einer besseren Platzierung.

«Ich fühle mich endlich wieder wie ein richtiger Rennfahrer», verwies der lange nur im Hinterfeld «herumgurkende» Wahl-Schweizer - seit 2007 wohnt er in Niederbipp - schon am Samstag auf die gestiegene Konkurrenzfähigkeit seines Force India VJM02. «Ich bin natürlich voll motiviert für den Rest der Saison. Es macht richtig Spaß, wieder da zu sein und vorn mitzufahren», versprach er nach seinem besten Resultat im 48. Rennen für die vier ausstehenden Übersee-Grand-Prix weitere Überraschungen. Davor hatte Platz acht in Suzuka im September 2007 das «Top-Ergebnis» in Sutils Bilanz bedeutet.

Bei einem anderen Klassiker , dem Glamour-Grand-Prix von Monaco, hatte Weltmeister Kimi Räikkönen Sutil den ersten großen Coup vermasselt. Der finnische Ferrari-Pilot hatte am 25. Mai 2008 den vor ihm sensationell auf Rang vier fahrenden Außenseiter nach dem Tunnel wegen seiner noch kalten Reifen unabsichtlich «abgeschossen». Nach diesem sportlichen Tiefschlag hatte Sutil Tränen in den Augen.

In Monza hätte Sutil nun vor Glück weinen können - es flossen aber keine Freudentränen. Dafür stießen er und sein Team mit einem Gläschen Champagner auf den erneuten Erfolg an, nachdem der inzwischen zu Ferrari gewechselte Giancarlo Fisichella mit seinem zweiten Platz und der Pole Position vor zwei Wochen in Spa für den größten Triumph des indischen Teams gesorgt hatte.

«Ich hatte schon auf einen Podiumsplatz gehofft, nachdem wir ja aus der ersten Reihe gestartet sind. Aber so ist der Rennsport», räumte Rennstallbesitzer Vijay Mallya höhere Ambitionen ein. «Wenn man das Rennen sieht, hätte vielleicht sogar Liuzzi aufs Podium fahren können. Er war auf einer Ein-Stopp-Strategie wie die Brawns.» Rubens Barrichello gewann in Monza vor seinem Teamkollegen Jenson Button. Fisichella-Nachfolger Vitantonio Liuzzi schied jedoch in aussichtsreicher Position liegend wegen eines Getriebeschadens aus.

Sutil hätte es mit etwas Pech auch erwischen können: Es blieb aber nach einem harten Duell mit einem Konkurrenten bei einem abgefahrenen Außenspiegel. «Da konnte ich mich dann ein bisschen mehr auf den Verkehr vor mir konzentrieren», nahm der strahlende Italien-Vierte diesen Blechschaden mit Humor. Von Elmar Dreher, dpa

dpa-infocom


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